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Gasgeben bis zur Schmerzgrenze am Offroad-Dragrace in Uesslingen-Buch

Beim 38. Offroad-Dragrace in Dietingen schenkten sich die Fahrer nichts und gingen teils übers Limit hinaus.
Andreas Taverner
Beim Start wirbelt der Fahrer viel Staub und Dreck auf.Bild: Andreas Taverner

Beim Start wirbelt der Fahrer viel Staub und Dreck auf.Bild: Andreas Taverner

Noch rasch Treibstoff nachfüllen, ein letztes Mal die Schrauben prüfen und sich für den nächsten Lauf bereitmachen. Dieser Ablauf dominierte am Samstagmorgen bei den Teilnehmenden am 38. Offroad-Dragrace oberhalb von Dietingen in der Gemeinde Uesslingen-Buch. Währenddessen genossen die mitgereisten Begleitpersonen noch einen Kaffee oder eine Zigarette, bevor es nach acht Uhr so richtig losging.

Die Fahrer machten sich bereit. Auf sie wartete eine 75 Meter lange Piste, auf welcher sich immer zwei Motorräder duellierten. Dabei beschleunigten die Fahrer ihre Töffs innert kürzester Zeit auf Tempi von bis zu 119 Stundenkilometern. Die Fahrer konzentrierten sich auf die Startlampen, die beim Wechsel von Orange auf Grün die Motoren aufheulen liessen.

Schürfung nach Fahrt auf Abwegen

Am Vormittag lag die Bestzeit beim Favoriten Nino Keiser aus Stettfurt in der Kategorie Open mit der Nummer 85. Er schaffte es, die Strecke in nur 4,605 Sekunden zu überqueren. Mit einem überhitzten, rauchenden Motor kämpfte dagegen Julius Kruschitz aus Thundorf. Ein wassergekühlter Lappen schaffte Abhilfe, damit der Fahrer eine weitere Möglichkeit erhielt, sich als schnellerer Kontrahent zu beweisen.

Die Schürfwunde von Simon Bhend. (Bild: Andreas Taverner)

Die Schürfwunde von Simon Bhend. (Bild: Andreas Taverner)

Während das Rennen seinen Lauf nahm, fuhr plötzlich Simon Bhend mit Nummer 19 aus unerklärlichen Gründen neben die Strecke. Ausser einer Schürfung am rechten Bein ist ihm dabei nichts Ernsthaftes passiert. Möglicherweise war der Entscheid der Organisatoren vom Freitag, dass alle Fahrer lange Hosen zu tragen haben, für ihn ein Vorteil gewesen.

«Er hatte Glück im Unglück», meinte ein Beobachter. Die herbeigeeilten Samariter konnten jedenfalls nichts feststellen und zogen sich wieder zurück.

Weitermachen trotz Schürfung

Unterdessen wurde der mit Dreck eingedeckte, aber schon fast lachende Bhend in einen Campingstuhl befördert. Der Speaker bemerkte nicht zum ersten Mal über die Lautsprecher:

«Die Fahrer hier sind keine Fussballer, die gepflegt werden müssen. Das sind echte Männer.»

Ob er noch weiterfahren werde, wollten einige von Bhend wissen. «Sicher, Ziel ist es, am Mittag weiterzumachen», sagte er und fügte humorvoll hinzu: «Ich muss doch meinen Gegnern eine Chance geben.»

Keiner ist zu klein, Motorradfahrer zu sein. (Bild: Andreas Taverner)

Keiner ist zu klein, Motorradfahrer zu sein. (Bild: Andreas Taverner)

Nach 17 Uhr gingen die Finalläufe über die Bühne. Zwar war nicht mehr so viel Publikum vor Ort als noch am Morgen. Aber auf der Strecke schenkten sich die Konkurrenten noch immer nichts. Spätestens nach 18Uhr und noch längere Stunden am Abend kehrte dank den bereitgestellten, eisernen Feuerstellen auf dem Gelände Lagerfeuerromantik ein.

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