Diessenhofer Sekschüler laden mit einem schmackhaften Berufe-Menü zu Tisch

Für die Schüler war es die Qual der Wahl: Bei einer Tischmesse im Letten-Schulhaus Diessenhofen stellten Achtklässler am Donnerstagabend verschiedene Berufe vor.

Thomas Güntert
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Die Schüler zeigten interessante Angebote. (Bild: Thomas Güntert)

Die Schüler zeigten interessante Angebote. (Bild: Thomas Güntert)

Sie zeigten der Öffentlichkeit, wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte. Rund 70 Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen der Sekundarschule der Volksschulgemeinde Diessenhofen hatten sich auf der Berufsmesse in Weinfelden einen Beruf ausgesucht und präsentierten ihn am Donnerstagabend bei der Tischmesse im Schulhaus Letten in Diessenhofen.

Bei der Bäckerin gab es viel zu probieren. (Bild: Thomas Güntert)

Bei der Bäckerin gab es viel zu probieren. (Bild: Thomas Güntert)

Bevor es losging, bekamen die Eltern von Noemi Blumer einen kurzen Input zur bevorstehenden Lehrstellensuche. Die kantonale Berufsberaterin bemerkte, dass es über 250 verschiedene Berufe gibt und dass es Ende Juni im Kanton Thurgau noch 470 freie Lehrstellen für dieses Jahr gab. Während die Betriebe in den anspruchsvollen Berufen um die Talente der Schüler ringen, sei die Nachfrage in den Bereichen Bildung/Soziales, Gesundheit, Informatik und Gestaltung/Kunst grösser als das Angebot. Sie empfahl, dass die Jugendlichen in verschiedenen Bereichen und Betrieben schnuppern und sich zum Ende des achten Schuljahres im Mai oder Juni nächsten Jahres für eine Lehrstelle bewerben sollten.

An der Tischmesse kam es zu spannenden Gesprächen. (Bild: Thomas Güntert)

An der Tischmesse kam es zu spannenden Gesprächen. (Bild: Thomas Güntert)

Jugendliche zogen die Besucher in ihren Bann

Bei der diesjährigen Tischmesse wurden auch neugeschaffene Berufe wie Veranstaltungsfachmann oder Hotel-Kommunikationsfachfrau vorgestellt. Jasiel Jäggi stellte den Beruf des Mediamatikers vor. Der Schüler aus Diessenhofen erklärte, dass es in der ganzen Schweiz nur 21 Ausbildungsstellen gibt und der Beruf eine Mischung von Kaufmann, Informatiker und Grafiker ist. Dass man dafür auch redegewandt sein muss, bewies er eindrucksvoll. Lukas Simonet aus Schlatt will sein Hobby zum Beruf machen und Motorradmechaniker lernen. Für den leidenschaftlichen Motocrosser wird es allerdings eine schwere Entscheidung.

«Ich müsste samstags arbeiten, wenn zugleich Rennen sind.»

Die Jugendlichen lockten das Publikum mit speziellen Attraktionen und Wettbewerben an ihre Tische. Bei der Pflegefachfrau wurde der Blutdruck gemessen, und bei der Bäcker und Konditorin durfte probiert werden.

Eine Schülerin lockte die Besucher mit Süssem. (Bild: Thomas Güntert)

Eine Schülerin lockte die Besucher mit Süssem. (Bild: Thomas Güntert)