Diessenhofer Schulpräsident Jörg Sorg nach zehn Jahren verabschiedet

Jörg Sorg nimmt an seiner letzte Versammlung Abschied als Präsident der Volksschulgemeinde Region Diessenhofen in Basadingen. Dank motivierter Lehrer und engagierter Mitarbeitender verfüge die Region über eine gute Schule, lautet sein Fazit.

Thomas Brack
Drucken
Teilen
Jörg Sorg und Anita Gebauer verlassen die Schulbehörde mit Geschenk und Blumen. (Bild: Thomas Brack)

Jörg Sorg und Anita Gebauer verlassen die Schulbehörde mit Geschenk und Blumen. (Bild: Thomas Brack)

«Es war mir eine Ehre, mit euch gedient zu haben», mit diesen pathetischen Worten beschloss VSGDH-Präsident Jörg Sorg seinen letzten Auftritt Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde Diessenhofen VSGDH am Montagabend. «Nach 310 Geschäftsleitungs- und 110 Behördensitzungen, 21 Gemeindeversammlungen und rund 6000 Kilometer Fussweg ist die Zeit reif für eine Veränderung», sagte Jörg Sorg weiter.

Er dankte seinen Kolleginnen und Kollegen in der Behörde, der Verwaltung und den Lehrpersonen, die alle engagiert und motiviert mithalfen, das die Region Diessenhofen über eine gute Schule verfügt. Es sei ihm wichtig gewesen, den Mitarbeitenden Freiräume zu gewähren und ein hohes Mass an Selbstverantwortung zu übergeben.

Hart in der Sache, respektvoll im Ton

In seiner Laudatio hob Finanzreferent und designierter Nachfolger Hansruedi Stör die Ernsthaftigkeit hervor, mit welchen Sorg sein Amt ausübte. «Du hattest den notwendig breiten Rücken, um trotz Widerständen an der Vision festzuhalten, den Schülerinnen und Schülern mit einer modernen Infrastruktur ein optimales Lernumfeld zu bieten», betonte er, «zielsicher führtest du das VSGDH-Schiff durch turbulente Zeiten. Auch wenn wir in Sachfragen das Heu nicht immer auf derselben Bühne hatten, war der Umgang stets respektvoll und wir verfolgten im Interesse der Schule konsequent dieselben Ziele.» Er wolle mit der gleichen Hartnäckigkeit an der Weiterentwicklung der Schule arbeiten.

Verabschiedet wurde auch Anita Gebauer, seit 2016 Mitglied in der Behörde. Sie habe mit ihrer unkomplizierten und sympathischen Art zu einem guten Klima in der Behörde beigetragen. Insbesondere habe sie sich um das Schicksal benachteiligter Schülerinnen und Schüler gekümmert.

Jahresrechnung mit einem kleinen Plus

Die Abnahme der Bauabrechnung für An- und Umbau des Schulhauses Schlattingen war eine Formsachen. Der bewilligte Kredit von 1,6 Millionen Franken wurde sogar leicht unterschritten. «Jeder Bürger kann sich bei einem Rundgang im Schulhaus überzeugen, dass ganze Arbeit geleistet worden ist», sagte Hansruedi Stör.

Die Bauabrechnung wurde einstimmig genehmigt, ebenso wie die Jahresrechnung 2018. Sie schloss mit einem Gewinn von rund 51'000 Franken ab. Ausserdem wurden 850'000 Franken in den Fonds für Baufolgekosten verbucht. Insgesamt gab es mehr Steuereinnahmen, was andererseits eine Verminderung des Finanzausgleichs zeitigte.

Die Bilanzsumme reduzierte sich um etwas über 1,25 Millionen Franken. Auch dieses Jahr konnten die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um zwei Millionen Franken abgebaut werden. «Mit rund 9,8 Mio. Franken Eigenkapital steht die VSGDH auf kerngesunden Beinen», sagte Stör, »und wir sind bestens für die grossen Investitionen in der Zukunft gerüstet.» Er lobte die tadellose Rechnungsführung von Cony Senn und Monika Löpfe.

Über den Abriss der alten Lettenhalle berichtete Schulleiter Roland Dorer. «Wir sind guter Dinge, im Herbst 2020 den Neubau zu beziehen,» gab er sich optimistisch. Im nächsten Schritt geht es dann zum Abbruch des Schulhauses Zentrum und den dortigen Neubau.

Stimmende statt Stimmberechtigte

Ein Antrag auf Anpassung der Änderungen der Artikel 14 und 15 der Gemeindeverordnung der VSGDH rief da und dort ein Schmunzeln hervor. Es gibt bei diesen Artikeln, welche die Durchführung der Gemeindeversammlung betreffen, nicht um eine inhaltliche Änderung. Auf Geheiss des Departements für Erziehung und Kultur DEK musste die Formulierung «anwesende Stimmberechtigte» in «Stimmende» umgeändert werden. (tb)

Aktuelle Nachrichten