diessenhofen
SP will Baftijari im Stadtrat: Die 38-jährige Unternehmerin Fahrije Baftijari soll den Platz von Mirko Kelebuda erben.

Um trotz eines Abgangs ihren Platz im Stadtrat beizubehalten, schlägt die SP als Neubesetzung Fahrije Baftijari vor. Nebst ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin engagiert sich die Mutter mit Migrationshintergrund für fremdsprachige Frauen.

Merken
Drucken
Teilen
Fahrije Baftijari, Diessenhofer SP-Stadtratkandidatin.

Fahrije Baftijari, Diessenhofer SP-Stadtratkandidatin.

(Bild: Dieter Ritter)

(red) Nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Stadtrat Mirko Kelebuda per Ende Mai 2021 will die SP Diessenhofen den frei werdenden Sitz verteidigen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Partei schlägt den Stimmberechtigten Fahrije Baftijari als Kelebudas Nachfolgerin vor.

Die 38-jährige Baftijari kam als Elfjährige aus Mazedonien in die Schweiz, wo ihr Vater schon seit vier Jahren in einem Gemüsebaubetrieb arbeitete. Sie vollendete in Diessenhofen die Schulzeit und liess sich danach in der Rauch Grafik AG in Basadingen zur Siebdruckerin ausbilden. Baftijari ist verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. 2013 nahm Diessenhofen sie und ihre Familie ins Schweizer Bürgerrecht auf.

Mit der Schulpflicht ihrer Kinder engagierte sie sich im Elternrat der Volksschulgemeinde. Zudem unterstützte sie die Diessenhofer Integrationsbeauftragte im Aufbau des «Café international», das fremdsprachigen Frauen den Alltag in der Schweiz näher bringt.

Als dieses Jahres der Rauch Grafik AG das Ende drohte, griff Baftijari zur Selbsthilfe und kaufte in Absprache mit ihrem Mann, der als Lagerist in Stein am Rhein tätig ist, das Unternehmen – und das in einer wirtschaftlich nicht einfachen Zeit. Dieses führt sie nun unter dem Namen Rauch Siebdruck GmbH.