Diessenhofen, Schlattingen-Basadingen und Schlatt sind nicht erfreut über mögliche Spitex-Auflösung

Die drei Unterthurgauer Gemeinden Diessenhofen, Schlattingen-Basadingen und Schlatt ziehen wegen der angekündigten Auflösung des Spitex-Zweckverbandes ab Ende einen Alleingang in Betracht.

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Unterwegs mit eine Spitex-Mitarbeiterin. (Bild: Benjamin Manser)

Unterwegs mit eine Spitex-Mitarbeiterin. (Bild: Benjamin Manser)

(pd) Für Diessenhofen, Basadingen-Schlattingen und Schlatt ist die angekündigte, mögliche Auflösung des Spitex-Zweckverbandes Thurgau Nordwest per Ende 2020 «nicht sehr erfreulich, aber auch nicht sonderlich beunruhigend».

Die drei Gemeinden werden nun abklären, welche Variante der Weiterarbeit sinnvoll ist, nachdem einzelne Gemeinden des Zweckverbandes unter anderem die hohen Kosten beklagt haben, «obwohl die Verrechnung an die einzelnen Gemeinden anlässlich der letzten Delegiertenversammlung auf eine neue Basis gestellt wurde», heisst es in der Mitteilung.

Für die drei Gemeinden im Unterthurgau sind ein Alleingang, eine weitere Zusammenarbeit mit Steckborn oder der Anschluss an Frauenfeld in Betracht zu ziehen.

«Dabei steht im Vordergrund, den Stützpunkt in Diessenhofen zu erhalten und das Personal weiter beschäftigen zu können.»

Eine naheliegende Lösung wie ein Beitritt zur Spitex Stammertal sei hingegen schwierig zu realisieren, weil die Kantonsgrenze eine «zu grosse Hürde» darstelle. Trotz der angesprochenen Differenzen innerhalb des Zweckverbands komme der Spitex weiter eine wesentliche Bedeutung zu. Dank deren Leistungen können hilfsbedürftige Betagte, Kranke und Behinderte in ihrer gewohnten Umgebung bleiben oder früher von einem stationären Aufenthalt nach Hause zurückkehren.