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Diessenhofen: Boot nach Zusammenprall mit Wiffe gekentert – aufwändige Suchaktion nach Vermissten war vergebens

Bei einem Bootsunfall am Freitagabend auf dem Rhein bei Diessenhofen sind vier Menschen unverletzt geblieben. Dem Unglück folgte allerdings eine aufwändige Suche nach allfälligen Vermissten. Dies, weil der Polizei nicht gemeldet worden war, dass alle Bootsinsassen in Sicherheit waren.
Gefahr im Wasser: Wiffen. (Archivbild: Susann Basler)

Gefahr im Wasser: Wiffen. (Archivbild: Susann Basler)

(kapo/dwa) Gegen 19.40 Uhr befanden sich die beiden 70- beziehungsweise 64-jährigen Schiffsführer aus Schaffhausen mit ihren Frauen auf dem Rhein in Richtung Diessenhofen. Oberhalb Schupfen prallte das Flachboot in eine Wiffe und zerbrach.

Die vier ortskundigen Personen konnten sich laut der Thurgauer Kantonspolizei selbständig ans Ufer retten. Sie meldeten den Vorfall beim Restaurant Schupfen und gingen anschliessend nach Hause.

Zu spät Entwarnung gegeben

Anwohner auf beiden Seiten des Rheins hatten den Vorfall beobachtet und schlugen jeweils in ihrem Land Alarm. Weil nicht klar war, ob sich alle Personen hatten retten können, erfolgte über eine Stunde lang eine aufwändige Suchaktion. Daran beteiligt waren Funktionäre der Kantonspolizei Thurgau, der Schaffhauser Polizei sowie dem Polizeipräsidium Konstanz.

Die Polizeikräfte rückten unter anderem mit mehreren Booten und Tauchern aus. Unterstützung kam von den Pontonieren Diessenhofen, der Feuerwehr Diessenhofen sowie von deutschen Rettungswagen, Notarzt, Sanitätern und der freiwilligen Feuerwehr Gailingen. Alleine die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft rückte mit 16 Mann, zwei Tauchern, fünf Fahrzeugen, drei Booten und einem Helikopter aus.

Einer der Schiffsführer meldete sich erst zu einem späteren Zeitpunkt bei der Schaffhauser Polizei und gab Entwarnung.

Anzeige und beträchtlicher Sachschaden

Die Verantwortlichen werden bei der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen angezeigt, wie die Thurgauer Kantonspolizei weiter schreibt. Die Wrackteile des Boots wurden geborgen, der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.

Die Kantonspolizei Thurgau warnt in diesem Zusammenhang einmal mehr vor den Gefahren des Hochrheins. Schwimmer und Benutzer von Wasserfahrzeugen sollten jederzeit aufmerksam sein, frühzeitig reagieren, Schwimmwesten tragen und genügend Abstand zu Hindernissen wie Wiffen, Brückenpfeilern oder Kursschiffen halten.

Mehr Infos gibt es unter http://www.kapo.tg.ch/hochrhein. Nach Unfällen sollen sich Beteiligte bei der Polizei melden, um Suchaktionen zu vermeiden.

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