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Die Lust auf Dieselautos wird im Thurgau gebremst

Der Dieselskandal wirkt sich auf die neu in Verkehr gesetzten Dieselautos im Thurgau aus. Deren Zahl ging in einem Jahr um zehn Prozent zurück. An Fahrt gewinnen weiter Hybrid- und Elektroautos. Letztere sollen künftig mit einer Prämie gefördert werden.
Sebastian Keller
Nach dem Dieselskandal, der im September 2015, seinen Anfang nahm, kam diese Antriebsart unter Beschuss. (Archivbild: TZ)

Nach dem Dieselskandal, der im September 2015, seinen Anfang nahm, kam diese Antriebsart unter Beschuss. (Archivbild: TZ)

Der Lack von Dieselautos ist angekratzt. Davon zeugen Zahlen der Thurgauer Dienststelle für Statistik. So wurden im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Dieselautos neu zugelassen als im Jahr zuvor. Registrierten die Behörden 2016 deren 3483, waren es im vergangenen Jahr noch 3098. Auch die Zahl neu in Verkehr gesetzten Benzinautos – die häufigste Treibstoffart von Personenwagen – ging leicht zurück: Von 4870 auf 4839. Das entspricht einem Rückgang von nicht einmal einem Prozent.

Dieselautos im Minus

Inverkehrsetzung neuer Personenwagen nach Treibstoffart im Kanton Thurgau
Total Personenwagen
Benzin
Diesel
2005200620072008200920102011201220132014201520162017Jahr0200040006000800010000

Damit wird der – ziemlich rasante – Siegeszug von Dieselautos gebremst. Wie die Dienststelle für Statistik erläutert, fuhren in den 90er-Jahren knapp drei Prozent aller Personenwagen auf Thurgauer Strassen mit Diesel; derzeit sind es 28 Prozent. Das nachlassende Feuer für diesen Verbrennungsmotor hat einen Namen: Dieselskandal. Das sieht auch Ernst R. Anderwert als Grund. Der Geschäftsführer des Strassenverkehrsamtes des Kantons Thurgau verweist zudem darauf, dass sich die Entwicklung im Thurgau mit jener im ganzen Land deckt. Mit dem Begriff Dieselskandal brannte sich die Manipulationen verschiedener Autohersteller zur Umgehung von Abgas-Grenzwerte ins kollektive Bewusstsein ein. Die politische Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen.

Mehr Elektro- und Hybridautos


Zugenommen haben – wenn auch auf tiefem Niveau – die neu eingelösten Elektro- und Hybridautos (siehe Grafik). Der Anteil von Benzin-elektrisch angetriebenen im Jahr 2017 registrierten Fahrzeugen liegt bei 3,9 Prozent; die rein elektrisch angetriebenen bei 1,7 Prozent. Damit kommen Elektroautos auf Thurgauer Strassen langsam in die Gänge.

Elektroautos gewinnen an Fahrt

Inverkehrsetzung neuer Personenwagen nach Treibstoffart im Kanton Thurgau
Benzin-elektrisch
Diesel-elektrisch
Elektrisch
2005200620072008200920102011201220132014201520162017Jahr0100200300

Diese Antriebstechnologie soll nun weiter angeschoben werden. Das ist dem kürzlich vorgestellten Grundlagenbericht zur Elektromobilität zu entnehmen. Der Kauf von elektrisch angetriebenen Personenwagen soll über eine Kaufprämie finanziell gefördert werden, heisst es im Bericht. In den Genuss davon sollen aber nur jene kommen, die 100 Prozent Ökostrom beziehen oder selber Solarstrom erzeugen. Noch existiert die Prämie nicht. Sie ist aber eine prioritäre Massnahme.

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