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Diese junge Springreiterin aus Bichelsee nimmt an der Europameisterschaft in Holland teil

Aaliyah Laurino ist sehr ehrgeizig. Die junge Springreiterin opferte für den Erfolg sogar schon ihre Sommerferien. Sie steckt sich hohe Ziele – und erreicht sie Schritt für Schritt. Seit einem Jahr besucht sie den Talent Campus in Winterthur.
Christoph Heer
Ein starkes Team: Aaliyah Laurino mit «Cairo vd. Pikkerie Z» in der Eschliker Reitanlage Herdern. (Bild: Christoph Heer)

Ein starkes Team: Aaliyah Laurino mit «Cairo vd. Pikkerie Z» in der Eschliker Reitanlage Herdern. (Bild: Christoph Heer)

Junge 13 Jahre und doch schon seit zehn Jahren im Pferdefieber: Die Bichelseerin Aaliyah Laurino lebt ihren Traum, opfert dafür aber einiges. «Im letzten Jahr verzichtete ich auf die Sommerferien mit meiner Familie in Spanien und trainierte mit ‹Cairo vd. Pikkerie Z› und meiner Trainerin Heidi Letter.» Sie hatte sich nach erfolgreichem Bestehen der R-Springlizenz im April 2018 mit den folgenden Platzierungen noch recht kurzfristig für die Schweizer Meisterschaften des Nachwuchses qualifiziert.

Dabei wird die Höhe der Hindernisse bereits auf 125 Zentimeter geschraubt. «So einen Parcours bin ich damals noch nie geritten, also mussten wir in den wenigen verbleibenden Wochen viel üben. An der Schweizer Meisterschaft ritt ich dann zum ersten Mal die Höhe von 1.20 Meter», sagt Aaliyah Laurino.

Das Springreittalent erzählt, dass an den Schweizer Meisterschaften des Springnachwuchses eine Sichtung zur Kaderselektion stattfindet. Bestenfalls, um für das Nationalkader selektioniert zu werden. Aaliyah Laurino hat das geschafft, wovon viele nicht einmal zu träumen wagen. Fleiss, Ehrgeiz, Motivation, die Liebe zu Pferden trägt sie in sich.

Und das spürt auch ihre Trainerin. Heidi Letter betreibt zusammen mit ihrem Mann, dem langjährigen Elite-Springreiter Rudolf Letter (34 Nationenpreise) die Reitanlage Herdern in Eschlikon. Da ist auch Aaliyahs Pferd «Cairo vd. Pikkerie Z» zu Hause.

Trainerin Heidi Letter sagt:

«Aaliyah hat ein unglaubliches Gespür für Pferde. Ihre mentale Stärke bewies sie schon oft, auch nach schwerwiegenden Abwürfen mit daraus resultierenden, schmerzhaften Verletzungen.

Sie gehe ihren Weg; talentiert, kontrolliert und charmant. «Wenn es so weiterläuft und, im besten Fall, auch noch geeignete Sponsoren zu finden sind, wird sie ihre ehrgeizigen Ziele erreichen.»

Aaliyah Laurino mit «Cairo vd. Pikkerie Z» bei einem Springreiten in Wierden, Holland. (Bild:PD)

Aaliyah Laurino mit «Cairo vd. Pikkerie Z» bei einem Springreiten in Wierden, Holland. (Bild:PD)

Eine Olympiamedaille – irgendwann

Ein solches, hochgestecktes Ziel, ist unter anderem eine Medaille an Olympischen Spielen. Mit glänzenden Augen sagt Aaliyah:

«Zuerst geht es jetzt aber nach Holland. Da finden vom 6. Juli bis 13. Juli die Europameisterschaften statt und darauf freue ich mich riesig».

In Holland erhofft sie sich mit Cairo saubere Runden zu reiten, «und mit dem Children-Team einen Podestplatz im Nationenpreis zu schaffen, das wäre toll.» Die junge Springreiterin geht ihren Weg, besucht dahingehend auch seit einem Jahr die Sportschule am Talent Campus in Winterthur, welche seit August 2019 das Label «Swiss Olympic Partner School» trägt.

Wie fast jeder andere Sportler auch, hat sie Vorbilder:

«Wenn es um das Springreiten geht, sind das Steve Guerdat und Martin Fuchs. Aber auch Fussballer Cristiano Ronaldo hat vieles richtig gemacht.»

Wie kommt ein dreijähriges Mädchen dazu, sich so vom Pferdefieber packen zu lassen? Tatsache ist nämlich, dass weder ihre Eltern noch ihre Geschwister diese Leidenschaft mit ihr teilen. Sie sei ganz alleine darauf gekommen. «Als ich drei Jahre alt war, ging ich auf Spaziergänge mit Schettlandponys, ich sass natürlich auf deren Rücken und von da an liess mich der Virus Reiten nie mehr los; ganz im Gegenteil.» Sie habe es dann kaum erwarten können, ein erstes Mal auf ein Pferd aufzusteigen.

Für die Aufnahme in den Nationalkader durchlief Aaliyah Laurino mehrere Tests: Wettkampfleistung, Sichtung zu Pferd, Sporttest, Umfeldanalyse und Beurteilung der zur Verfügung stehenden Pferde, meisterte sie mit Bravour. Ein Hinterthurgauer Mädchen auf dem Weg an die Weltspitze.

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