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«Diese Freiheit nehm ich mir»: Das abenteuerliche Leben der Steckborner Filmemacherin Yvonne Escher

Diesen Donnerstag präsentierte die Steckbornerin ihre Sicht auf ihr abenteuerliches Leben als Schauspielerin und Filmemacherin - und wie sie sich im Alter die Frage nach dem Sinn des Leben stellt.
Ursula Junker
Action! Yvonne Escher Anfang der 1970er-Jahre an der Arbeit. (Bild: PD)

Action! Yvonne Escher Anfang der 1970er-Jahre an der Arbeit. (Bild: PD)

Um es vorwegzunehmen: Es war ein äusserst stimmungsvoller und auch stimmiger Abend, zu dem das Phönix-Theater nach Steckborn geladen hatte. Das Haus war rappelvoll. Das Interesse der Anwesenden am Lebensbericht von Filmemacherin Yvonne Escher mit dem Titel «Diese Freiheit nehm ich mir» war riesig.

Escher verbrachte ihre Jugend in Steckborn. Ihre Arbeit als Filmemacherin führte sie in die grossen Städte dieser Welt. Die Buchpremiere fand nicht von ungefähr im Phönix-Theater statt. Escher gehörte 1979 zu dessen Initianten. «Sie ist mitverantwortlich für dessen Entstehung», betonte Theaterleiter Philippe Wacker in seiner Begrüssung.

In seiner Laudatio bekannte Verleger Hansrudolf Frey, wie elektrisiert er gewesen war, als er vernahm, wie gefährlich Escher damals mit dem Motorrad durch Steckborn gebraust war. Frey hob nebst dem biografischen auch den zeitgeschichtlichen Wert des sorgfältig recherchierten Buches hervor.

Behutsame Porträts «etwas anderer Menschen»

Einige Filmsequenzen aus der Schaffenszeit von Escher stimmten die Besucher dann auf das nachfolgende Gespräch ein. Etliche der Filme, im Zeitgeist entstanden, stehen im direkten Bezug zum Untersee und Steckborn. Wo sie Menschen, meist etwas andere, porträtierte, ging Escher sehr behutsam vor.

Nach der Buchvernissage signiert Yvonne Eschler ihr Werk. (Bild: Ursula Junker)

Nach der Buchvernissage signiert Yvonne Eschler ihr Werk. (Bild: Ursula Junker)

Das nachfolgende Gespräch zwischen Madeleine Hirsiger, ehemalige Filmfachfrau bei SRF, und Escher wies auf die vielen Facetten der Filmemacherin hin und liess viel Raum für Persönliches. «Je älter man wird, umso mehr merkt man, dass alle, die einen begleiteten, nicht mehr da sind», sagte die 1934 geborene Escher zu ihrer Motivation, ein Buch zu schreiben. Die Frage nach dem Sinn des Lebens habe sie sich selber stellen müssen. Dabei reifte der Entschluss, alles aufzuschreiben, «die Vergangenheit zu bearbeiten, hoffend, dass daraus Zukunft erstehe».

Nach der Scheidung der Eltern war's «nüme so toll»

Ins Gespräch gestreut, las Escher immer wieder Passagen aus ihrem Buch, entführte dabei in ihre Kindheit in Steckborn, die anfangs glücklich, mit dem Eintritt in die Schule und der Scheidung der Eltern «nüme so toll» war. Umso «toller» dann der Eintritt in die Welt des Films, die ihren Anfang in Genf nahm und nach Rom und andere Grossstädte führte. Zum Schluss des Gesprächs liess Escher die Einsamkeit des Alters, aber auch die immer noch vorhandene Freude am Beobachten aufscheinen.

Hinweis
Yvonne Escher, «Diese Freiheit nehm ich mir», Aufzeichnungen einer selbstbestimmten Frau. Verlag «elfundzehn», 280 Seiten, ISBN: 978-3-905769-53-1

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