Die Zucht im Kreuzlinger Tierpark wirft Fragen auf

Im Verein gab es Spannungen zwischen Vorstand und Mitarbeitern. An der GV wurden deswegen einige Fragen gestellt.

Kurt Peter
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Elmar Raschle (rechts) konnte Susanne Nobs und Benedict Gerber als neue Mitglieder im Vorstand begrüssen.

Elmar Raschle (rechts) konnte Susanne Nobs und Benedict Gerber als neue Mitglieder im Vorstand begrüssen.

Bild: Kurt Peter

Mit einer Führung durch die Anlagen begann am Mittwochabend die Mitgliederversammlung des Tierparkvereins. Präsident Elmar Raschle blickte dabei auf ein bewegtes Jahr zurück. «Vor allem im Personalbereich hatten wir Sorgen, unsere Tierpflegerin Ingrid Ahn kündigte ihre Stelle und von Ende März bis Anfang August hatte das Mitarbeiter-Team eine strenge Zeit und viel Aufwand», sagte der Präsident. Mit Isabelle Rutz sei eine neue hauptberufliche Tierpflegerin gefunden worden.

In der Voliére zwitschern nun Singvögel

Das grösste Projekt des vergangenen Jahres sei der Umbau der Voliére gewesen. Statt Zwergohreulen, Steinkautz und Rebhuhn seien nun Singvögel in der Anlage untergebracht. Die anschliessende Diskussion zeigte auf, dass zwischen Mitarbeitenden und Vorstand ein Spannungsfeld besteht. Bemängelt wurde, dass «wir wissen wollen, ob wir einen Tierpark oder einen Zuchtbetrieb haben».

Der Vorstand wisse um diese Differenzen, meinte der Präsident. Der Verein habe von der Stadt den Auftrag, bedrohte Nutztierrassen zu erhalten.

«Das bedingt Zucht und Zucht bedeutet überzählige Tiere zum Weggeben.»

Er versprach, dass sich der Vorstand mit der Problematik auseinandersetzen und dies im Leitbild berücksichtigen werde. Kassierin Ruth Beringer konnte eine Jahresrechnung mit Gewinn präsentieren: «Wir verzeichnen einen Einnahmenüberschuss von 3000 Franken.»

Bald Tiere auf den Tennisplätzen?

Mit diesem Gewinn steigt das Eigenkapital des Vereins auf 405430 Franken. Die Frage, warum dieses so hoch sei, beantwortete Elmar Raschle mit einem Blick in die Zukunft. Derzeit liege der Gestaltungsplan Seezelg II auf. «Dieser sieht vor, dass die Tennisplätze im Seeburgpark in den Osten der Stadt verlegt werden». Für den Tierpark gebe es damit die Gelegenheit, diese Fläche zu nutzen.

«Damit kann das drängende Platzproblem der Anlage entschärft werden.»

Elmar Raschle dankte der aus dem Vorstand zurücktretenden Yvonne Pellegrino für ihre jahrelange Mitarbeit. Neu in den Vorstand wurden Susanne Nobs und Benedict Gerber gewählt. «Der Vorstand ist derzeit daran, ein Leitbild zu erarbeiten», erklärte Elmar Raschle weiter. Dass kein Tag der offenen Tür stattgefunden habe, werde sich in der Kasse niederschlagen.

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