Brummende Wirtschaft lässt Wängemer Gemeindekasse klingeln

Mehr Steuern, weniger Ausgaben – den Wängemer Gemeindefinanzen geht es gut. Die Urnenabstimmung über den Rechnungsabschluss dürfte denn auch Formsache sein.

Olaf Kühne
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Die Gemeinde Wängi darf sich über einen hervorragenden Rechnungsabschluss freuen. (Bilder: Olaf Kühne)

Die Gemeinde Wängi darf sich über einen hervorragenden Rechnungsabschluss freuen. (Bilder: Olaf Kühne)

Kein ausserordentliches Gemeindewachstum, keine Sondereffekte. Nein, einfach die Wirtschaftslage sei verantwortlich für den guten Wängemer Rechnungsabschluss, sagt Gemeindepräsident Thomas Goldinger.

Thomas GoldingerGemeindepräsident Wängi

Thomas Goldinger
Gemeindepräsident Wängi

War einst ein Defizit von über einer halben Million Franken budgetiert, steht nun ein Gewinn von 267'000 Franken unter dem Strich des Rechnungsabschlusses, welcher in diesen Tagen in den Wängemer Briefkästen landet. Gewinn statt Verlust. Dieses Resultat verkünden derzeit alle Gemeinden. Die Ursachen unterscheiden sich indes im Detail. Während beispielsweise bei der Nachbarin Aadorf die Unternehmens- und Grundstückgewinnsteuern sprudeln, liegen Letztere in Wängi gar 50'000 Franken unter den Erwartungen.

«Bei uns kommen die höheren Steuererträge ein bisschen von überall», sagt Goldinger. «Von den Privaten, von den Unternehmen, gar die Quellensteuern liegen über Budget.» Gesamthaft sind so vergangenes Jahr 630'000 Franken mehr als vorgesehen in die Gemeindekasse geflossen.

Weil gleichzeitig der Wängemer Gemeinderat offensichtlich auch die Ausgaben im Griff hat, liegt man nun rund 800'000 Franken über Budget. Wobei es bezüglich Ausgaben anzumerken gilt, dass auch hier wohl teilweise die gute Wirtschaftslage wirkte: Der Nettoaufwand für Sozialhilfe und Asylwesen liegt 180'000 Franken unter den Erwartungen. Und Thomas Goldinger ergänzt: «Die Sozialhilfe ist unberechenbar. Ein einzelner Fall kann das ganze Budget über den Haufen werfen.»

Bezüglich Budget 2020 will sich der Gemeindepräsident indes nicht festnageln lassen. Doch während in der Vergangenheit stets von einem «strukturellen Defizit» und einer erforderlichen Steuererhöhung die Rede war, sagt Goldinger immerhin: «Wenn die Wirtschaft weiter so gut läuft, können wir unseren Steuerfuss von 49 Prozent halten.»

Hinweis
Über den Rechnungsabschluss befinden die Wängemer Stimmbürger am 19. Mai an der Urne.

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