Die Wahl des Wiler Stadtpräsidenten entscheidet sich im zweiten Wahlgang, im ersten holt der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder klar am meisten Stimmen

Am Sonntag erzielt der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder 2884 Stimmen im Rennen um das Wiler Stadtpräsidium. Das absolute Mehr verfehlt er aber deutlich.

Olaf Kühne
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Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder posiert entspannt in der Wiler Altstadt.

Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder posiert entspannt in der Wiler Altstadt.

(Bild: Gianni Amstutz)

Geschichte wiederholt sich eben doch. 2015 trat Hans Mäder als bis dato in Eschlikon weitgehend Unbekannter gegen zwei amtierende Gemeinderäte zur Wahl ins Gemeindepräsidium an - und erzielte mit Abstand das beste Resultat.

Doch während Mäder damals bereits im ersten Wahlgang nur gerade zwei Stimmen zum absoluten Mehr fehlten, sah die Sache gestern in der Stadt Wil ein wenig anders aus. In den gestrigen Gesamterneuerungswahlen erzielte der Eschliker Gemeindepräsident erneut das mit Abstand beste Resultat im Rennen um das Wiler Stadtpräsidium. Mäder (CVP) konnte 2884 Stimmen auf sich vereinen, seine Kontrahenten, die amtierenden Stadträte Dario Sulzer (SP) und Daniel Meili (FDP), 2116 respektive 1415 Stimmen.

Weil aber gar der parteilose Oliver Baumgartner, der seine Kandidatur eigentlich längst zurückgezogen hatte, auch noch 801 Stimmen erhielt, und auf «Vereinzelte» weitere 206 Stimmen kamen, erreichte am gestrigen Wahlsonntag niemand das absolute Mehr (3712 Stimmen).

Eine Eigenheit der Stadt Wil ist, dass ein Stadtpräsident auch die Wahl in den fünfköpfigen Stadtrat schaffen muss. Doch auch hier schaffte keiner der zehn Kandidatinnen und Kandidaten die Wahl im ersten Wahlgang. Indes lag Mäder als Neuer mit 3721 Stimmen nur knapp hinter dem Bisherigen Dario Sulzer (3784 Stimmen).

«Es spricht nichts gegen meine
Kandidatur für den zweiten Wahlgang. Meine Ausgangslage ist sehr gut.»

Auf Anfrage unserer Zeitung zeigt sich Mäder sehr zufrieden mit beiden Resultaten. «Über das Ergebnis der Stadtratswahl freue ich mich fast noch mehr», sagt er. «Dass ich als Neuer in diesem grossen und breiten Kandidatenfeld am zweitmeisten Stimmen erziele, ist überhaupt keine Selbstverständlichkeit.» Auf eine Kandidatur im zweiten Wahlgang am 29. November will sich Mäder auch auf Nachfrage nicht festnageln lassen, er sagt aber: «Es spricht nichts dagegen, meine Ausgangslage ist sehr gut.» Dennoch müssten erst Gespräche mit der eigenen sowie den anderen Parteien stattfinden. «Ideal wäre natürlich eine Einerkandidatur im zweiten Wahlgang», sagt Mäder. Wen er damit meint, ist unschwer zu erraten. Und so würde sich die Geschichte erneut wiederholen. Zogen sich doch 2015 in Eschlikon Mäders Widersacher nach dem ersten Wahlgang zurück.

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