Die Verschiebung beschert dem Frauenfelder Neujahrsapéro viele Gäste

Am diesjährigen Neujahrsapéro der Stadt Frauenfeld gab es drei Neuerungen. Ausserdem nutzten die Kandidatin und die Kandidaten für den Stadtrat die Gelegenheit, auf Stimmenfang zu gehen.

Claudia Koch
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Stadträtin Elsbeth Aepli Stettler und Stadtpräsident Anders Stokholm waren Gastgeber des Neujahrsapéros. (Bilder: Claudia Koch)

Stadträtin Elsbeth Aepli Stettler und Stadtpräsident Anders Stokholm waren Gastgeber des Neujahrsapéros. (Bilder: Claudia Koch)

Erstmals fand der Neujahrsapéro der Stadt Frauenfeld nicht wie gewohnt am 1. Januar, sondern am ersten Sonntag des neuen Jahres statt. Da die Schulferien seit 2017 zwei Wochen dauern, möchte man mit dem neuen Datum die Ferienabwesenden ansprechen. Dass diese Idee aufging, zeigte sich etwa bei der Familie Thalmann aus Frauenfeld. Bisher seien sie immer in den Ferien gewesen, sagt Mutter Christina.

Familie Thalmann mit den Eltern Christina und Stefan sowie den Kindern Jonas und Julia kamen erstmals an den Neujahrsapéro.

Familie Thalmann mit den Eltern Christina und Stefan sowie den Kindern Jonas und Julia kamen erstmals an den Neujahrsapéro.

Fürs neue Jahr wünscht sich der 12-jährige Sohn Jonas, viel Zeit mit seinen Freunden und der Familie zu verbringen. Die 11-jährige Schwester Julia hingegen ist wunschlos glücklich. Mutter Christina wünscht sich, dass Roland Wyss in den Stadtrat gewählt wird und Vater Stefan hofft, dass der Klimaschutz in Angriff genommen wird.

Nebst Wyss waren auch die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat anwesend und standen den zahlreichen Gästen Red und Antwort. «Eine ideale Gelegenheit», sagte Stadtschreiber Ralph Limoncelli, der durchaus neue Gesichter im grossen Bürgersaal im Rathaus ausmachen konnte.

Der Kapitän und die Schiffsärztin bleiben

Die zweite Neuerung war die erstmalige Ansprache des Stadtpräsidenten Anders Stokholm. Beginnend mit dem weisen Spruch «Wer nicht weiss, welchem Hafen er zusteuern soll, für den gibt es keinen günstigen Fahrwind» blieb er in seiner Rede auf hoher See und sagte, dass sich nächstens die Crew auf der Frauenfelder Kommandobrücke ändert. Die Schiffsärztin in der Person von Elsbeth Aepli Stettler und der Kapitän bleiben.

Zum Glück gebe es aber viele, die auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Stokholm wünscht sich deshalb fürs Jahr 2019, dass das neue Team sich gut findet und alle ihre Fähigkeiten und Stärken einbringen kann. Elsbeth Aepli Stettler wünscht sich darüber hinaus mit wohlwollenden Menschen zusammen zu kommen und dass die Menschen sich Zeit zur Erholung nehmen.

Für Erika Mailänder, Marlene Mai und Nella Kundert steht die Gesundheit zuoberst auf der Wunschliste für 2019.

Für Erika Mailänder, Marlene Mai und Nella Kundert steht die Gesundheit zuoberst auf der Wunschliste für 2019.

Schöne Begegnungen wünschen sich auch Nella Kundert, Marlene Mai und Erika Mailänder, die alle aus Frauenfeld stammen. Nebst dem Wunsch, noch vieles gemeinsam zu erleben, steht die Gesundheit ganz oben auf der Wunschliste. Dass dieses Jahr mit rund 450 Personen mehr Gäste als vergangenes Jahr teilnahmen, schreibt Rathauswart Beat Dürger dem neuen Datum zu. Es seien auch mehr Familien und junge Leute anwesend, ein weiteres erwünschtes Zielpublikum.

Doris und Hans Locher aus Gerlikon kommen regelmässig an den Frauenfelder Neujahrsapéro.

Doris und Hans Locher aus Gerlikon kommen regelmässig an den Frauenfelder Neujahrsapéro.

Die altersdurchmischte Gästeschar ist auch Doris und Hans Locher aus Gerlikon aufgefallen. Sie sind sicher schon zum zehnten Mal am Neujahrsapéro seit Gerlikon zu Frauenfeld gehört, präzisierte Doris Locher. Hans Locher hielt fest, dass die jüngeren und älteren Besucherinnen und Besucher Frauenfeld viel besser repräsentieren.

Die Musik ging etwas unter

Als dritte Neuerung spielte das Quartett «Così fan Quattro» aus Winterthur klassische Stücke. Leider ging die Musik im Stimmengewirr fast unter. «Die Musik war als Versuch gedacht. Aber die vielen Gäste sind eindeutig hier, um miteinander zu plaudern», bestätigte Kulturchef Christof Stillhard. Die Musikerinnen und Musiker nahmen es zum Glück mit Humor.