Urs Martin gewinnt Nominations-Krimi um Thurgauer Regierungsrats-Ticket

Die Delegierten der Thurgauer SVP schicken den Romanshorner Kantonsrat Urs Martin ins Rennen um die Nachfolge von Jakob Stark. Sieben Stimmen geben den Ausschlag.

Silvan Meile
Drucken
Teilen
Gratulation nach dem Duell: Der unterlegene Urs Schrepfer (rechts) mit Sieger Urs Martin. (Bild: Reto Martin)

Gratulation nach dem Duell: Der unterlegene Urs Schrepfer (rechts) mit Sieger Urs Martin. (Bild: Reto Martin)

Fotofinish in Lengwil: Die Thurgauer SVP steigt im Frühling mit Urs Martin in den Regierungsratswahlkampf. Der Romanshorner setzte sich am Donnerstagabend in der parteiinternen Ausmarchung haudünn mit 115 zu 108 Stimmen gegen Urs Schrepfer durch. 227 SVP-Delegierte waren in der Mehrzweckhalle in Lengwil anwesend. 223 haben einen Stimmzettel abgegeben.

Dem Entscheid vorangegangen ist eine lebhafte Diskussion unter den Delegierten. Zahlreiche Votanten meldeten sich zu Wort und scharten sich hinter einem der beiden Kandidaten. Bei Urs Martin wurde immer wieder sein klares SVP-Profil hervorgehoben. Und dass er ein Politiker mit Ecken und Kanten sei, der auch unbequeme Themen anpacke. «Bei Urs Martin weiss man, was man hat», betonte der Frauenfelder Kantonsrat Hermann Lei.

SVP hält zwei Sitze in der Thurgauer Regierung

Urs Schrepfer wurde als «aufrichtiger und lösungsorientierter Macher» gelobt. Redner attestierten ihm, auch über die SVP hinaus Stimmen sammeln zu können.

Der 40-jährige Martin arbeitet im Kader der Privatklinikgruppe Hirslanden . Seit 2008 gehört er dem Thurgauer Grossen Rat an. Dass er an den Gesamterneuerungswahlen vom 15. März 2020 in die Regierung einzieht, gilt als wahrscheinlich. In der fünfköpfigen Regierung ist die SVP seit Jahren mit zwei Mitgliedern vertreten. Nebst Martin nominierten die Delegierten am Donnerstagabend auch Monika Knill einstimmig. Die bisherige Regierungsrätin kandidiert für eine weitere Amtszeit.