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Die Thurgauer Schützen bringen sich in Stellung

Keine Rückendeckung für die Sicherheitsdirektorin: Bei der Delegiertenversammlung
des Thurgauer Kantonalschützenverbandes gerät die Verschärfung des Waffengesetzes unter Beschuss.
Thomas Güntert
Paul Röthlisberger, Vizepräsident vom Schweizer Schiesssportverband kritisierte die Haltung des Thurgauer Regierungsrates bezüglich der Abstimmung über die Änderung des Schweizer Waffenrechtes. (Bild: Thomas Güntert)

Paul Röthlisberger, Vizepräsident vom Schweizer Schiesssportverband kritisierte die Haltung des Thurgauer Regierungsrates bezüglich der Abstimmung über die Änderung des Schweizer Waffenrechtes. (Bild: Thomas Güntert)

«Ich verzichte darauf, Ihnen eine Wahlempfehlung abzugeben, aber als Sicherheitsdirektorin des Kantons Thurgau wäre ich dankbar, wenn das Stimmvolk ein klares Ja in die Urne legen würde», bemerkte die Thurgauer Regierungspräsidentin Cornelia Komposch hinsichtlich der Abstimmung über die Verschärfung des Waffenrechts.

Bei der Delegiertenversammlung des Thurgauer Kantonalschützenverbandes in Steckborn erklärte sie den 227 anwesenden Stimmberechtigten, dass der Thurgau als Grenzkanton besonderen Herausforderungen ausgesetzt sei. «Schengen und Dublin stehen auf dem Spiel», sagte Komposch, die bei einer Ablehnung einen Verlust an Sicherheit und negative Einschränkungen auf Tourismus und Gastronomie befürchtet.

Schützen verweisen auf Terroristen

Paul Röthlisberger, Vizepräsident des Schweizer Schiesssportverbandes kritisierte, dass die Regierungsrätin «kein Wort über den Terrorismus und den Schutz der Bevölkerung» verloren hatte. «Schützen sind nicht die Bösen und auch keine Terroristen», so Röthlisberger. Er betonte, dass die Attentate der vergangenen zehn Jahre in Europa nicht mit halb automatischen Waffen, sondern mit gestohlenen Kalaschnikows aus dem Jugoslawienkrieg durchgeführt wurden.

«Das Verbot ändert für die Terroristen nichts, die Strafe bekommen die ehrlichen Schweizer Bürger und Schützen», betonte Röthlisberger. Er kritisierte die Politiker, die «aus Angst vor Europa und Schengen» das Schweizer Waffenrecht opfern wollen, und bemerkte sogleich, dass die EU alle fünf Jahre das Gesetz in eigener Regie verschärfen könne. Erwin Imhof, Präsident des Schützenvereins Kreuzlingen, animierte die Schützen, gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten und forderte eine Einheit der Schützen bei der Abstimmung am 19. Mai. Dominik Knill, Präsident der Kantonalen Offiziersgesellschaft Thurgau, sagte dem Kantonalschützenverband 1000 Franken für die Unterstützung der nationalen Kampagne zu.

Geld für die Schützen gab es auch vom Hauptsponsor, der Thurgauer Raiffeisenbanken. Deren Präsident Urs Schneider überreichte einen Check über 20000 Franken, die der neue Finanzchef Roland Giger überwiegend für die Nachwuchsförderung verwenden soll. Der diplomierte Ökonom wurde bei der Delegiertenversammlung einstimmig als Nachfolger von Roger Gremlich gewählt, der vom Amt des Kassiers nach anderthalb Jahren krankheitshalber zurücktreten musste. An der Delegiertenversammlung wurden auch zahlreiche Sportschützen geehrt.

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