Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kommentar

Die Thurgauer Politik hat Angst vor der Verschwendung

Der Kanton Thurgau sucht einen Verwendungszweck für 127 Millionen Franken aus den TKB-Partizipationsscheinen. Man darf gespannt sein, ob die Politik über ihren Schatten springen kann.
Christian Kamm
Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Sparsamkeit gehört zu den Stärken der Thurgauer Politik. Kreativität weniger. Vor allem nicht, wenn es, wie im Falle der TKB-Millionen, quasi Geld vom Himmel regnete, für das man nun eine vernünftige Verwendung finden muss. Dann übernimmt die angeborene Thurgauer Angst vor der Verschwendung das Ruder.

Dass die 127 Millionen Franken in den Tresor gesperrt und mit einem Moratorium belegt worden sind, hat eine gewisse Logik. Dass das Moratorium aus Ideenmangel verlängert werden musste, warf hingegen Fragen nach der grundsätzlichen Bereitschaft der hiesigen Politik auf, einmal in ihrem Leben etwas weiter zu gehen als bis zur nächsten Ampel.

Nun aber hat sich die Karawane mit den 127 Millionen im Gepäck endlich in Bewegung gesetzt. Man darf gespannt sein, wohin die Reise gehen wird. Oder ob nach Endlos-Debatten über das richtige Projekt doch nur wieder im Kreis herum gelaufen wird. Das Gegenteil ist diesem Kanton zu wünschen. Die aktuelle Politikergeneration sollte erkennen, welch einmalige Chance sich ihr hier bietet, etwas Mutiges, etwas Einmaliges, etwas für die Geschichtsbücher zu tun. Sparen kann man den Rest des Jahrhunderts immer noch.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.