Die Thurgauer Jugend forscht und hat dabei die Natur im Auge

Die Stiftung Think Tank Thurgau (TTT) zeichnet die besten Arbeiten des Jugendwettbewerbs «Die Thurgauer Jugend denkt die Zukunft» aus. Grosses Lob gab es von Regierungspräsidentin Monika Knill.

Margrith Pfister-Kübler
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Ann Veruschka Jurisch, Beauftragte für den Jugendwettbewerb, mit den Preisträgern David Dionis Antony, Justus Rumpf, Oliver Bauer, Jonas Ehrismann und Regierungsrätin Monika Knill. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Ann Veruschka Jurisch, Beauftragte für den Jugendwettbewerb, mit den Preisträgern David Dionis Antony, Justus Rumpf, Oliver Bauer, Jonas Ehrismann und Regierungsrätin Monika Knill. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Es war ein wunderbarer Genuss und ich habe sehr viel gelernt», gratulierte Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur, am Schluss der Preisverleihung des Thurgauer Jugendwettbewerbs im Schloss Seeburg. «23 Arbeiten wurden eingereicht. Sieben durften sich vor der Jury präsentieren. Alle Arbeiten waren überdurchschnittlich», sagte Juristin Ann-Veruschka Jurisch, Mitglied des Stiftungsrats von Think Tank Thurgau (TTT) und Beauftragte für den Jugendwettbewerb.

Dieses Mal hat die Jury gleich zwei Arbeiten mit dem ersten Preis belohnt. Jonas Ehrismann (PMS Kreuzlingen), Happerswil, hat die Renaturierung eines Abschnittes der Aach unterhalb Erlen strukturell aufgewertet. Das hat bereits dazu geführt, dass Bach- und Seeforellen vermehrt in der Aach laichen; auch Edelkrebse mögen die Standplätze.
Ebenfalls mit Rang 1 wurde die Arbeit von Justus Rumpf aus Steckborn und David Dionis Antony aus Landschlacht (Kanti Kreuzlingen) belohnt: Das Duo hat sich den heiklen Verflechtungen von Lobbying in der Schweiz angenommen und das parlamentarische Milizprinzip durchleuchtet.

Sonderpreis: Die Folgen des Bienensterbens

Der zweite Preis, eigentlich wäre es ja der dritte Rang, ging an den Frauenfelder Oliver Bauer (Kanti Frauenfeld). «Die Rückkehr der freien Thur – nur Vision oder nahe Zukunft?» lautet sein Arbeitstitel. «Warum sollten wir wieder viel Geld ausgeben für die Renaturierung der Thur im Bereich Zielhang-Rorerbrücke?» Bauer hat die Region Frauenfelder Allmend eingehend analysiert und schlägt als optimalste Revitalisierung für die Natur vor, den Damm zu entfernen und so den Auenwald wieder zurück in die Thur zu bringen. Oliver Bauer betont:

«Es liegt in unserer Pflicht, der Natur zurückzugeben, was wir ihr vor hundert Jahren genommen haben.»

Der Sonderpreis Berufsschule ging an Samanta Kämpf für ihre Arbeit «Die Biene im Thurgau – Folgen des Bienensterbens für Ökologie und Wirtschaft». Think Tank Thurgau (TTT) lädt jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Kantons- und der Berufsschulen ein, sich am Jugendwettbewerb zu beteiligen. Eine Jury beurteilt die eingereichten Arbeiten und zeichnet die besten drei jeweils aus. Thematisch müssen die Arbeiten einen klaren Bezug zum Lebensraum Thurgau haben und sich mit ausgewählten Aspekten zur Zukunft des Thurgaus auseinandersetzen.

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