Die Thurgauer Apfelkönigin unterrichtet Street Jazz

Wegen der Liebe zog es sie nach Rickenbach. Marion Weibel fühlt sich im Leben angekommen. Die 27-Jährige würde gerne mit Christa Rigozzi einen Espresso trinken und stellt sich als «Super Mario mit N» vor.

Dinah Hauser
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Marion Weibel ist die aktuelle Apfelkönigin. (Bild: Andrea Stalder)

Marion Weibel ist die aktuelle Apfelkönigin. (Bild: Andrea Stalder)

Was hat Sie die letzte Woche besonders beschäftigt?

Das Highlight der Woche war mein Geburtstag. An meinem Geburtstag habe ich immer frei, ganz egal ob ich im Studium bin oder am Arbeiten. Einmal im Jahr ist einfach mein Tag und das ist der 8. August.

Warum wollen Sie unbedingt in Rickenbach wohnen und nirgendwo anders?

Ich bin wegen der Liebe nach Rickenbach gezogen.

Wenn Sie den Thurgau ver­lassen müssten, wohin würden Sie ziehen?

Nicht in naheliegende Kantone. Wenn, dann ins Tessin. Dort ist es fast wie in den Ferien, aber man ist doch noch in der Schweiz.

Gibt es einen Lieblingsort für Sie im Thurgau?

Bichelsee-Balterswil, weil das meine Heimat ist. Ansonsten gefällt es mir am See ganz gut.

Was lieben Sie am Sommer?

Dass man draussen an der frischen Luft sein und Vitamin D tanken kann. Man sagt, dass man im Winter eher depressiv ist. Trotz Klagen über die Hitze merke ich den Leuten an, dass eine ganz andere Stimmung herrscht. Ich bin jedenfalls eher der Sommer-Typ.

Was sollte man im Thurgau im Sommer unbedingt machen?

Man muss mindestens einmal an den Bodensee gehen. Entweder mit dem Pedalo oder mit dem Schiff. Sonst ist Grillieren ganz schön, wenn man denn darf. Den Apfelweg empfehle ich eher im Frühling.

Zur Person

Marion Weibel wurde 2017 an der Olma – der Thurgau war Gastkanton – zur Apfelkönigin gekürt. Die 27-Jährige arbeitet Teilzeit bei der Hans Eisenring AG und ist Tanzlehrerin. Ab dieser Woche unterrichtet sie im Wenger Fitnesscenter in Wil Street Jazz.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Viel Wasser trinken und regelmässig Äpfel essen. Und mich bewegen.

Können Sie kochen?

Ich glaube, ich könnte es besser, als ich es mache. Jemand, der gut kocht, nimmt sich Zeit und hat Leidenschaft. Momentan fehlt mir aber die Zeit und dann stellt sich die Leidenschaft auch nicht ein.

Ihr Restaurant-Tipp lautet ...

Gasthaus Krone in Balterswil. Schon als Kind haben wir dort Chicken Nuggets und Pommes frites als Belohnung bekommen, wenn wir gut an Wettkämpfen abschnitten. Aber auch sonst sind wir dort oft zu Gast, denn das Essen ist wirklich gut.

Welches ist Ihre liebste Glace-Sorte?

Mokka, weil ich Kaffee gern habe. ­Besonders im Sommer habe ich nicht immer Lust auf einen warmen Kaffee, und dann passt Mokkaglace ganz gut.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Gehacktes mit Hörnli. Mein Vater mochte es nicht, deshalb gab es das nur, wenn er nicht da war. Da haben wir uns immer gefreut. Auch heute noch ist es mein Lieblingsgericht.

Marion Weibel tanzt und unterrichtet Street Jazz. (Bild: Andrea Stalder)

Marion Weibel tanzt und unterrichtet Street Jazz. (Bild: Andrea Stalder)

Mit welchem Vornamen würden Sie neu ins Leben starten wollen?

Meine Mutter ist Italienerin. Da habe ich sie als Kind oft gefragt, wieso ich keinen italienischen Namen habe. Mittlerweile habe ich mich aber an den Namen Marion gewöhnt. Ich sage nun immer, ich bin Super Mario mit einem N.

Haben Sie ein Lieblingstier, und was bewundern Sie daran?

Mein Sternzeichen, der Löwe. Er muss Leute beschützen können. Er ist präsent und stark.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Das Handy und den Autoschlüssel. Ziel ist es, dass das Portemonnaie auch regelmässig mitkommt.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Über Ordnung. Im geschäftlichen Bereich ziehe ich mein Ding durch, aber privat, ob im Auto oder in der Wohnung, habe ich meine Unordnung.

Lügen Sie manchmal?

Nein. Ich möchte ehrlich sein. Wenn, dann sage ich lieber etwas nicht. Lügen finde ich etwas vom Schlimmsten. Wenn man einmal gelogen hat, dann ist das Vertrauen weg. Ausnahmen mache ich bei Überraschungen oder Geschenken.

Wonach schmeckt Glück?

Ich denke, das hat einen süsslichen Touch. Und Glück ist für mich ­automatisch mit einem Lachen verbunden.

Ihr erster Traumberuf war?

In den Freundschaftsbüchern ist bei mir immer Schauspielerin oder Sängerin gestanden. Mich hat es fasziniert, in andere Rollen zu schlüpfen. Mit 15 habe ich die Aufnahmeprüfung einer Schauspielschule bestanden, mir hat dann aber der Mut gefehlt, die Ausbildung durchzuziehen.

Haben Sie ein Vorbild?

Jennifer Lopez. Sie hat Talent auf allen Ebenen. Sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und hat sich hochgearbeitet. Das bewundere ich ganz stark.

Was schätzen Sie an Ihrem Partner besonders?

Er lässt mir sehr viele Freiheiten, was im Amtsjahr aber auch sonst im Leben sehr wichtig ist. Und er ist immer da für mich.

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Ich trinke keinen Wein. Aber ich würde gerne einen Espresso mit Christa Rigozzi trinken.

Marion Weibel tanzt und unterrichtet Street Jazz. (Bild: Andrea Stalder)

Marion Weibel tanzt und unterrichtet Street Jazz. (Bild: Andrea Stalder)

Was möchten Sie unter allen Umständen in diesem Leben noch machen?

Ich möchte in einem Film mitspielen, am liebsten in der Hauptrolle. Und ich möchte einen eigenen Song kreieren.

Sie sind kein Vegetarier, weil ...

Ich wurde so erzogen, dass man das isst, was auf den Teller kommt. Darum esse ich auch alles.

Was finden Sie an sich gut?

Ich bin offen für Neues. Ich kann offen auf Leute zugehen und ich lehne nicht etwas von Anfang an ab. Ich probiere erst mal und schaue, ob das etwas für mich ist.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

Dass ich sehr zielorientiert und ehrgeizig bin und Power und Temperament mitbringe. Besonders als Apfelkönigin und Tanzlehrerin braucht es das, um andere von etwas begeistern zu können.

Ruhig einschlafen können Sie, wenn ...

Ich am nächsten Tag frei habe. Habe ich einen Termin, dann denke ich in der Nacht immer darüber nach, ob ich nichts vergessen habe.

Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?

Dazu habe ich mir nie Gedanken gemacht. Meine Asche soll verstreut werden. Dadurch dass ich dann überall und nirgendwo bin, bin ich doch noch ein bisschen im Leben und unter den Leuten.

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