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Die Terrasse mit dem tollsten Blick aufs Frauenfelder Open Air ist verwaist

Das «Geisselstübli» in Weiningen hat seinen Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Es besteht jedoch Hoffnung, dass das beliebte Lokal wieder bewirtet wird – auf eine etwas andere Art und Weise.
Evi Biedermann
Der Platz ist für Zaungäste des Open Airs Frauenfeld ideal. Doch eine Bewirtung gibt es im «Geisselstübli» aktuell keine. (Bild: Evi Biedermann)

Der Platz ist für Zaungäste des Open Airs Frauenfeld ideal. Doch eine Bewirtung gibt es im «Geisselstübli» aktuell keine. (Bild: Evi Biedermann)

Es gibt Menschen in Weiningen, die verreisen jeweils, wenn in Frauenfeld das Open Air über die Bühne geht. Andere wiederum kommen dann extra nach Weiningen, um in der Gartenwirtschaft des «Geisselstübli» von oben und aus ohrenschonender Entfernung zu erahnen, was unten auf der Spielwiese des grössten Hip-Hop-Festivals Europas abgeht. Wer das für heuer geplant hat, muss allerdings mit einem Stehplatz vorliebnehmen, denn die beliebte Besenbeiz ist zu.
«Bis auf weiteres geschlossen», steht auf der Website geschrieben. Ein Augenschein deutet auf einen Umbruch hin: Tür und Fenster des Wohnhauses stehen offen, auf dem Vorplatz steht eine grosse Mulde und rund um das Haus ragen Bauvisiere in die Höhe. An der Haustür hängt die Notiz: «Wir sind im Stöckli.»
Dort sitzt Fredi Hirschi, der die Besenbeiz mit seiner Familie als Nebenerwerb zum landwirtschaftlichen Betrieb geführt hat. Das Haus werde demnächst abgerissen, erzählt der Landwirt. Und damit auch die Besenbeiz, die sich seit 20 Jahren unter der Terrasse befindet.

Partyraum mit vielen Möglichkeiten

Ganz vorbei ist es aber noch nicht mit dem Wirten auf Hirschis Hof, denn das alte, baufällige Haus wird durch einen Neubau mit drei 4,5-Zimmer-Wohnungen ersetzt, die vermietet werden. Das Bauprojekt beinhaltet auch einen Partyraum für 35 Personen, etwa in derselben Grösse und mit derselben Ausstattung wie die bisherige Besenbeiz. Das heisst mit Küche und Toiletten. «Wir bewirtschaften 2,4 Hektaren Rebland und möchten, dass Kunden und Gäste unseren Wein weiterhin dort geniessen können, wo er wächst», sagt Hirschi.

«Vielleicht werden wir selbst wieder aktiv»

Noch sei aber offen, was mit dem Raum dereinst passiere. Vorstellbar sei die Vermietung an einen Pächter mit Wirtepatent oder sporadisch an Gäste für Familien- oder Firmenanlässe. «Vielleicht werden wir auch selber wieder aktiv», sagt Hirschi. Dann, und nur dann, könnte das Lokal wie bisher wieder als Besenbeiz geführt werden.
Die Rahmenbedingungen für einen möglichen Pachtbetrieb haben Hirschis bereits vor fünf Jahren geschaffen. Damals wollten sie aus der Besenbeiz ein Restaurant machen und dieses vermieten. Dafür mussten sie nicht nur zusätzliche Parkplätze schaffen, alle Plätze mussten gemäss Baugesetz der Gemeinde Warth-Weiningen zudem in der Weilerzone liegen.

Während der Auflagefrist gab es keine Einsprachen

Was dem neuen Bauvorhaben jetzt noch fehlt, ist die Baubewilligung. Die Auflagefrist ist kürzlich zu Ende gegangen, und wie Fredi Hirschi weiss, sind keine Einsprachen eingegangen. «Ich hoffe, dass es nun zügig vorangeht, so dass wir im September den Spatenstich machen können», sagt der Bauherr. www.hirschi-weiningen.ch

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