Die Stimmbürger der Primarschule Bürglen müssen an die Urne.

Aufgrund der Coronapandemie führt die Schulbehörde die Rechnungsgenehmigung brieflich durch. Die Rechnung schliesst mit einem Überschuss. Wegen Einlagen für bauliche Tätigkeiten könnte es aber ein grosses Defizit geben.

Hannelore Bruderer
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Die Schulbürger der Primarschule Bürglen können nicht an die Versammlung und stimmen deshalb an der Urne über die Rechnung 2019 statt.

Die Schulbürger der Primarschule Bürglen können nicht an die Versammlung und stimmen deshalb an der Urne über die Rechnung 2019 statt.

(Bild: Nana do Carmo)

In knapp einer Woche wären die Stimmbürger der Primarschule Bürglen an die Versammlung und hätten über eine ganze Liste von Traktanden abstimmen müssen. Aufgrund der aktuellen Situation findet die Versammlung jedoch nicht statt. Das Handerheben wird durch eine Urnenabstimmung am 17. Mai ersetzt. Abgestimmt wird dabei hauptsächlich über die Rechnung 2019. Diese schliesst mit einem Gewinn von gut 41'000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von 157'000 Franken.

«Im Vergleich Rechnung zu Budget gibt es fast keine Ausreisser», sagt Rolf Gmünder, Schulpräsident. Eine Ausnahme seien die Kosten beim Schulbus. «Sie liegen 30 Prozent über Budget, stellen mit 6400 Franken jedoch einen relativ kleinen Betrag dar.» Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass seit Sommer 2019 auch die Mittelstufe einen Schwimmkurs besucht, was bei der Budgetierung noch nicht absehbar war.

Wegen der steigenden Schülerzahlen werde die Schule Bürglen in den nächsten Jahren bauen müssen. Über den Kreditantrag für eine Machbarkeitsstudie zum Schulraumkonzept wird indes nicht abgestimmt, da die geplante Informationsveranstaltung nicht wie geplant stattfinden konnte.

Rückstellungen für die Bautätigkeit

Die Rechnung 2019 der Schulgemeinde

Wegen der Bauvorhaben beantragt die Schulbehörde, im Rechnungsjahr 2019 eine Einlage über 475'000 Franken in den Erneuerungsfonds Baufolgekosten zu tätigen. Wird dieser Antrag genehmigt, kehrt sich das Jahresergebnis mit einem Gewinn von rund rund 41'000 in einen Verlust von knapp 435'000 Franken. Damit der Stimmbürger sieht, welche Auswirkungen diese Einlage hat, sind die Zahlen wie nach Verbuchung dieser Einlage dargestellt - sowohl in der Bilanz, der Geldflussrechnung als auch dem Finanzplan.

Gegenüber Budget liegen die Beträge bei den Steuern 275'000 Franken höher, bei den Grundstückgewinnsteuern 96'000 Franken höher und beim Finanzausgleich 355'000 Franken tiefer. Der Betriebsaufwand der Schule ohne Finanzen ist um 1,8 Prozent tiefer als budgetiert. Fast alle Funktionen weichen nur maximal zwei Prozent vom Budget ab.

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