Die stille Nacht in Frauenfeld kann noch etwas warten

Rund 300 Heavy-Metal-Fans freuen sich im Eisenwerk in Frauenfeld am harten Sound von U.D.O. aus Deutschland.

Christoph Heer
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Die Fans bejubeln U.D.O. im Saal des Eisenwerks in Frauenfeld.

Die Fans bejubeln U.D.O. im Saal des Eisenwerks in Frauenfeld.

(Bild: Christoph Heer)

U.D.O. auf der Bühne des Eisenwerks. Das heisst satte Drums, knallharte Gitarrenriffs, die unverkennbare Stimme des Leadsängers Udo Dirkschneider und ganz viel wehendes Haar. Brachial-melodiöser Heavy Metal aus Deutschland kurz vor Weihnachten; das passt eben doch, das Konzert war ausverkauft.

Es vereinen sich Eisenwerk-Saal 300 Heavy Metals Fans zu einer grossen Familie. Es sind am Samstagabend Heavy Metal Fans aus der ganzen Ostschweiz und gar von ennet der Landesgrenze zu Deutschland, die auf eine volle Dröhnung Heavy Metal hoffen – und sie bekommen was sie wollen, schnörkelloser Metal, von der Bühne direkt in die Ohren der Konzertbesucher.

Die Haare fliegen schon beim Intro

Udo Dirkschneider ist Sänger, Kopf und Namensgeber der Deutschen Heavy-Metall-Band.

Udo Dirkschneider ist Sänger, Kopf und Namensgeber der Deutschen Heavy-Metall-Band.

(Bild: Christoph Heer)

Der Bandname U.D.O. stammt von Bandgründer und Leadsänger Udo Dirkschneider. Seit über drei Jahrzehnten und trotz zahlreichen Wechseln der Bandmitglieder, hat U.D.O. bis heute nichts an seiner Kernkompetenz verloren. Ein Markenzeichen ist seit je her die Stimme Dirkschneiders. Seine Bodenständigkeit und seine unbeirrbare Art der Bühnenpräsenz haben seine Fangemeinde stetig anwachsen lassen. Schon beim Intro, also kurz bevor die fünfköpfige Band auf die Bühne tritt, werden in der ersten Reihe die Köpfe gerüttelt und die Haare geschüttelt.

Licht und Laser, Rauch und dumpfe Drums, U.D.O. kommt gut an. Zufrieden, können die Organisatoren dieses Konzert Revue passieren lassen. Ausverkauftes Haus, tolle Stimmung und eine motivierte Band auf der Bühne. Jonathan Trüeb und sein Team mit Helfern im Vor- und Hintergrund haben gute Arbeit geleistet.

«Einmalig, bombastisch, hammerhart»

Allein die Tatsache, dass man die bekannte und ebenso erfolgreichen Band nach Frauenfeld gebracht hat, muss gewürdigt werden. Ein Konzert der Superlative, das bestätigen einige Besucher. Ihre Kommentare gehen von «megacool» über «einmalig», bis hin zu «hammerhart» und «bombastisch». Ein etwas älterer Besucher meint zwar, dass es durchaus hätte lauter sein können, «aber U.D.O. geht auch in Mark und Bein, wenn es nicht so laut ist.» Er ist in diesem Moment auch einer der Wenigen, die das Konzert ohne Ohrstöpsel geniesst.

Heavy Metal im Eisenwerk, das passt und würde wohl von Vielen begrüsst werden, wenn es schon bald wieder etwas in diesem Stil geben würde. Aber jetzt kommt erst mal die Stille Nacht und die Heilige Nacht, das hat ja durchaus auch für einen richtigen Heavy Metal Fan, das gewisse Etwas.

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