Die Stars von morgen treten in Tobel auf

Zum dreizehnten Mal fand am Wochenende das Open Air der Musik und Kulturschule Hinterthurgau in Tobel statt. Die 33 Schülerbands zeigten an zwei Tagen, mit wie viel Spass sie bei der Sache sind.

Christoph Heer
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Eine Besucherin hält das Geschehen auf der Open-Air-Bühne für die Nachwelt fest. (Bild: Christoph Heer)

Eine Besucherin hält das Geschehen auf der Open-Air-Bühne für die Nachwelt fest. (Bild: Christoph Heer)

«Ich war so richtig nervös vor meinem Auftritt. Das lag sicher daran, dass ich einige Kolleginnen mit dabei hatte und auch sonst viele Besucher gekannt habe.» Es ist die Aussage von Anja Kielholz aus Busswil, nur Minuten nach ihrem Auftritt.

Die Fünfzehnjährige ist eine von rund 180 Sängern und Musikern, die am Freitagabend und am Samstag am Open Air der Musik und Kulturschule Hinterthurgau in Tobel mitgemacht haben. Aufgeteilt in 33 Bands, Jung und Alt durchmischt und allesamt mit viel Spass an der Sache, Freude am Musizieren und am Auftreten vor Publikum.

Eine tolle Gelegenheit für Nachwuchsmusiker

Lisa Schönholzer (15) aus Wil geniesst die Stimmung am Samstagnachmittag und ist stolz über die Leistung von Anja Kielholz. «Anja hat ihre Sache am Keyboard und Marimbafon super gemacht», sagt sie lobend. Und auch die Mutter von Anja, Erika Kielholz, ist voll des Lobes. «Dieses Open Air ist wirklich ein toller Anlass. Insbesondere für die Nachwuchskünstler, können diese hier doch ungemein viele Bühnenerfahrungen sammeln. Und stolz bin ich natürlich schon auch, wenn die eigene Tochter derart brilliert.»

Ton und Licht stimmen

Eltern und Besucher kommen und gehen und die Musiklehrer am Mischpult und in der Technik sorgen für eine perfekte Abmischung von Sound und Licht. Auch der Chor der Sekundarschule aus Sirnach, eine Newcomer Band aus Goldach, oder das Ukulelen-Ensemble geben dabei ihr Bestes. Unzählige Hitparadenhits, von Hardrock bis Pop, sorgen ununterbrochen und während gut zwölf Stunden für Unterhaltung.

Richtige Stars bekommen auf der Bühne Hunger. Kein Problem, denn auf dem Areal der Komturei brutzeln die Würste auf dem Grill, Pizzen und Mah-Meh verbreiten ihren Duft. Ein älteres Ehepaar aus Tobel lobt die Köche:

«Eigentlich haben wir erst grad zu Mittag gegessen, aber dieses kulinarische Angebot hier lassen wir uns natürlich nicht entgehen.»

Lange Zeit hält Petrus die Regenschleusen geschlossen, die vereinzelten Tropfen störten indes nicht, bis es am späteren Samstagnachmittag zwischendurch doch noch kräftiger anfing zu regnen – Open-Air-Feeling vom Feinsten halt.

Leere Ränge muss man erst aushalten

«Das gehöre auch dazu», wenn man sich auf einer Showbühne präsentieren will. Es sind «Auftritte vor leeren Zuschauerrängen», die ein Musiklehrer damit gemeint hat, die auch zum Start einer möglichen Musikerkarriere gehörten.

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