Die Standortfrage für das neue Infrastrukturgebäude der Gemeinde Warth-Weiningen ist geklärt

Der Gemeinderat hat entschieden: Das neue Infrastrukturgebäude für die Gemeindeverwaltung und mit Platz für einen Laden sowie eine Kita soll auf die Schulhauswiese kommen.

Evi Biedermann
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Warth-Weniningen plant auf der Schulhauswiese in der Mitte des Bildes das neue Infrastrukturgebäude. Links unten das Primarschulareal.

Warth-Weniningen plant auf der Schulhauswiese in der Mitte des Bildes das neue Infrastrukturgebäude. Links unten das Primarschulareal.

(Bild: Donato Caspari)

Warth-Weiningen ist anders. Viele Gemeinden bringen momentan ihre Rechnungsabschlüsse an der Urne zur Abstimmung. In der Gemeinde zwischen Thur- und Seebachtal dagegen können die Stimmberechtigten an einer physisch stattfindenden Rechnungsversammlung darüber befinden. Diese findet aber nicht wie geplant am 5. Juni statt, sondern wird auf den 27. August verschoben. Der Gemeinderat habe sich bewusst für eine Versammlung entschieden, sagt Gemeindepräsidentin Katharina Aeschbacher.

«Der direkte Austausch mit den Stimmbürgern ist uns wichtig.»

Der Gemeinderat hat die Rechnung 2019 Mitte März verabschiedet, zwei Wochen danach wurde sie von der Rechnungsprüfungskommission geprüft. Den erwirtschafteten Umsatz will der Gemeinderat noch nicht bekanntgeben. Nur so viel: Es ist ein Gewinn von rund 327'000 Franken zu erwarten. Budgetiert war ein Verlust von 68'000 Franken.

Alternative: das heutige Gemeindehaus

Katharina Aeschbacher, Gemeindepräsidentin.

Katharina Aeschbacher, Gemeindepräsidentin.

(Bild: Mathias Frei)

Abgesagt wurde auch die für Ende März angekündigte Informationsveranstaltung betreffend Infrastrukturgebäude. Vorgesehen war die Präsentation der beiden geprüften Standortobjekte sowie des Siegerprojekts für den Standort Schulhauswiese, welches das Zürcher Architekturbüro AMJGS anlässlich eines Wettbewerbs erarbeitet hatte. Weiter wollte die Gemeinde bekanntgeben, wo gebaut werden soll. Gemäss den aktuellen Gemeindemitteilungen hat sich der Gemeinderat für den Standort Schulhauswiese entschieden. Die Alternative wäre der jetzige Standort der Gemeindeverwaltung gewesen, die sich seit Jahren in der gemeindeeigenen Liegenschaft in Warth befindet.

Steckborner Stadträtin macht neu die Steuern

Die Gemeindeverwaltung von Warth-Weiningen ist um zwei neue Mitarbeiter aufgestockt worden. Seit dem 1. April arbeitet sich Michaela Dähler in ihr neues Arbeitsfeld als Leiterin des Gemeindesteueramtes ein. Sie ist zu 40 Prozent angestellt und als amtierende Stadträtin von Steckborn mit den Abläufen in Gemeinden bereits bestens vertraut. Zudem wird am 1. Juli Fabian Toppius seine Arbeit als Gemeindeschreiber aufnehmen. Er ist in Uesslingen aufgewachsen und hat bereits als Gemeindeschreiber gearbeitet. Die beiden neuen Angestellten werden sich in ihren Funktionen bei Bedarf gegenseitig vertreten. Damit nehme der Gemeinderat die Gelegenheit wahr, die Gemeindeverwaltung zu reorganisieren. Vorausgegangen ist die unerwartete Kündigung von Gemeindeschreiberin Yolanda Grob nach 26 Jahren im Dienst Warth-Weiningens. (bie)

Massgebend zum Entscheid für die Schulhauswiese beigetragen hätten die eingebrachten Bedürfnisse der Bevölkerung, sagt Aeschbacher. So wünsche man sich nebst Räumlichkeiten für die Verwaltung auch einen Laden, eine Kita sowie Platz für weitere Organisationen.

«Durch diese zusätzlichen Räume entsteht ein erheblicher Mehrwert für die Gemeinde.»

Für die abgesagte Informationsveranstaltung ist noch kein Ersatzdatum bekannt. «Wie und wann wir über das Projekt informieren werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden», sagt die Gemeindepräsidentin. «Die Einladung erfolgt, sobald es wieder erlaubt ist, Veranstaltungen durchzuführen.» Man werde die Bevölkerung jedoch auf dem Laufenden halten.

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