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Bauernverband strebt Imagewechsel an und wirbt mit Aadorfer Jungbäuerin

Die Aadorferin Rahel Osterwalder wirbt in der neuen Kampagne des Bauernverbandes für ihren Berufsstand.
Maya Heizmann
Jungbäuerin Rahel Osterwalder posiert mit zwei ihrer geliebten Hennen. (Bild: Maya Heizmann)

Jungbäuerin Rahel Osterwalder posiert mit zwei ihrer geliebten Hennen. (Bild: Maya Heizmann)

«Auf meinem Hof habe ich weder einen Hund noch eine Katze», sagt Rahel Osterwalder. «Jedoch sind meine 60 Hennen so handzahm, dass man sie streicheln kann.»

Die Tiere haben viel Freiraum, sie können über eine Verbindungspassage auf ein grosses Wiesengehege gelangen – was sich mit der Aussage deckt, die derzeit auf Plakaten zu lesen ist: Der Schweizer Bauernverband lancierte nach 20 Jahren eine neue Werbekampagne. «Gut gibt’s die Schweizer Bauern» hiess der vormalige Slogan. «Schweizer Bauern – von hier – von Herzen» lautet der neue Werbespruch.

Rahel Osterwalders Plakat für die neue Kampagne des Bauernverbandes. (Bild: ZVG)

Rahel Osterwalders Plakat für die neue Kampagne des Bauernverbandes. (Bild: ZVG)

«Von hier» beschreibt die Regionalität und den Bezug zu den Produkten. «Von Herzen» soll die emotionale Komponente, die Leidenschaft der Bauern zeigen, mit der sie täglich Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Bauer sein sei nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Rahel Osterwalder aus Aadorf engagiert sich denn auch im Bauernverband in der Kommission für Junglandwirte.

Fotoshooting dauerte einen ganzen Tag

Für die neue Plakatkampagne wurden neue Gesichter gesucht. Als einzige Bäuerin aus dem Thurgau wurde die 33-Jährige vom Bauernverband für die neue Plakatwerbung ausgesucht.

Auf dem Hof von Simon Lüscher im aargauischen Holziken fand im Frühling das Fotoshooting statt. Rahel Osterwalder posierte einen ganzen Tag für die Profi-Fotografen vor einer weissen Wand mit diversen Utensilien, wie Konfitürengläsern, Hofladenprodukten, einer Giesskanne, einer Baumschere, dicken Arbeitshandschuhen und schliesslich gefüllten Eierkartons. Andere Bauern-Models wurden mit Erdbeeren, einer Kuh, einem Pferd, mit Käse und als Familie abgelichtet. Der Bauernverband hat schliesslich das Foto-Endprodukt von jedem Teilnehmer ausgewählt.

«Mit meinem Plakat bin ich sehr zufrieden», sagt die Jungbäuerin. Sie ist auf dem Hof Waldau in Aadorf aufgewachsen und wohnt in einer eigenen Wohnung wieder bei ihren Eltern. Nach einem erlernten Beruf als Kauffrau öffentlicher Verkehr absolvierte sie die Bäuerinnenschule am Strickhof in Wülflingen in Vollzeitausbildung mit Internat. Anfang 2018 übernahm sie den Betrieb ihrer Eltern Ruth und Peter Osterwalder. Der 19 Hektaren grosse Betrieb umfasst Natur-und Kunstwiesen, zahlreiche Hochstamm- und Steinobstbäume sowie Ackerbau für Raps, Mais und Winterweizen. Ausserdem besitzt sie sechs eigene Rinder.

Rahel Osterwalder hat viele Ideen, wie sie die Direktvermarktung optimieren könnte. Auf ihrem Hof betreibt sie ein Häuschen mit hofeigenen Produkten wie Konfitüren, Sirups, Eingemachtes und Kompott. Ihr jüngstes Projekt ist ein mobiler Verkaufswagen, der mittels eines vorne angebrachten Velos an einem gut besuchten Ort aufgestellt werden kann. «Leider ist das Gefährt sehr schwer und kaum ohne zusätzlichen Motor zu bewegen», sagt sie – und: «Ich bin eine Stadtbäuerin.» So verbinde sie Offenheit und Urbanität mit Werten der bäuerlichen Tradition und Kultur.

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