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Die SRF-Sportreporterin aus dem Hinterthurgau

Seit vergangenem Sommer arbeitet Annette Fetscherin beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Ihre Arbeit als Sportreporterin führt sie unter anderem in die Super League, die NLA und zu den Olympischen Winterspielen.
Florian Beer
Annette Fetscherin an ihrem Lieblingsort in Uster ZH. (Bild: Andrea Stalder)

Annette Fetscherin an ihrem Lieblingsort in Uster ZH. (Bild: Andrea Stalder)

Sie ist telegen, wissbegierig und sportbegeistert. Annette Fetscherin bringt jene Idealbedingungen mit, die für eine erfolgreiche Sportreporter-Karriere wichtig sind. Nach neun Jahren beim Privatsender Teleclub wechselte die eloquente Aadorferin im Sommer 2017 zum SRF.

Bei SRF Sport ist sie neben ihrer Tätigkeit als TV-Produzentin auch als Aussenreporterin in den Stadien im In- und Ausland im Einsatz und leistet journalistische Arbeit. Über ihre Arbeit sagt Fetscherin:

«Ich übernehme viele verschiedene Aufgaben, das gefällt mir.»

So verschieden wie ihre Aufgaben bei SRF sehen auch ihre Wochen aus. Keine gleiche der anderen. Je nach Schicht ist sie entweder in der Redaktion als Produzentin oder unterwegs zu Sportveranstaltungen. Die Fussball- und Eishockeyspiele in der Super League und der NLA, die sie als Aussenreporterin begleitet, finden meistens am Abend und an den Wochenenden statt.

Ein Wochenende im Monat habe sie aber immer frei. «Das ist dann irgendwie komisch, am Sonntag freizuhaben», gibt sie lachend zu. «Ich finde es schöner, mal unter der Woche nicht arbeiten zu müssen und an einem langweiligen Montag zuhause bleiben zu können.» Dann hätten die Geschäfte offen und im Winter auf der Skipiste sei weniger los. Doch wenn sie die Wahl habe, ein Spiel live vor Ort für ihren Arbeitgeber SRF oder zuhause am Fernseher zu schauen, entscheide sie sich lieber für ersteres.

Die Liebe zum Sport liegt in den Genen

Annette Fetscherin ist in Aadorf aufgewachsen. Ihr Vater, Bruder und eine Schwester leben noch immer dort. «Sie wohnen sogar alle an der gleichen Strasse», sagt sie. Seit 2009 ist sie mit dem Geschäftsführer des EHC Arosa Adrian Fetscherin verheiratet. Das Paar ist kinderlos.

Nach der Matura in Frauenfeld absolvierte sie ein Praktikum bei der Thurgauer Zeitung. «Schreiben hat mir schon immer am meisten Spass gemacht und das konnte ich auch immer am besten.» Ihren Kindheitstraum, Autorin zu werden, tauschte sie dann aus rationalen Gründen mit dem Berufswunsch Journalistin.

Annette Fetscherin machte nach der Matura ihre ersten journalistischen Schritte bei einem Praktikum bei der Thurgauer Zeitung. (Bild: Andrea Stalder)

Annette Fetscherin machte nach der Matura ihre ersten journalistischen Schritte bei einem Praktikum bei der Thurgauer Zeitung. (Bild: Andrea Stalder)

Die Affinität zum Sport komme von Vater und Grossvater. «Beide waren grosse Fussballfans, mein Opa schaute früher immer die Länderspiele bei uns», erinnert sich Fetscherin. Auch Eishockey sei immer ein Thema gewesen, daher ihre Liebe zu den Sportarten auf Rasen und Eis.

Um an der Fachhochschule in Winterthur studieren zu können, suchte Fetscherin eine Praktikumsstelle im Journalismus und erhielt die Chance bei Tele Top. «Zuerst habe ich gezweifelt, ob ich beim Fernsehen richtig bin, weil hier mehr als nur Schreiben gefragt war», sagt Fetscherin. Schliesslich gefiel ihr aber die Arbeit mit Bild, Ton und dem Schneiden von Berichten sehr gut und sie blieb bei der Television.

SRF als neue Herausforderung

Statt an der Fachhochschule zu studieren ging die Aadorferin an die Universität Zürich und studierte dort neben Publizistik auch Englisch und Politikwissenschaft. Während des Studiums konnte sie weiterhin für Tele Top arbeiten und wurde nach dem Master-Abschluss von Teleclub angefragt, ob sie in der Sport-Redaktion arbeiten wolle. «Ich habe mir auch mal überlegt, im politischen Bereich journalistisch zu arbeiten, habe mich dann aber für den Sport entschieden», sagt Fetscherin.

«Das Tolle am Sport ist, dass es nicht um Leben und Tod geht, sondern den Menschen Freude bereitet und viele Emotionen weckt.»

Bei Teleclub begann Annette Fetscherin zunächst mit journalistischen Arbeiten und wurde schliesslich On-Field-Reporterin. Auch als Produzentin war sie tätig, aber als sie mit der Zeit immer mehr als Moderatorin vor der Kamera stand, konzentrierte sie sich lieber darauf.

Nach neun Jahren beendete sie im Sommer 2017 das Kapitel Teleclub und wechselte zum SRF. «Ich habe eine Herausforderung gebraucht und hatte Lust auf etwas Neues.» Bei Schweizer Radio und Fernsehen sah sie die grössten Perspektiven und mehr Möglichkeiten. So durfte sie diesen Februar nach Pyeong Chang an die Olympischen Winterspiele reisen und kam letzte Woche von den European Championships aus Glasgow zurück. Die Vielseitigkeit der Sportarten und die Einsatzgebiete seien die grössten Unterschiede im Vergleich zu Teleclub. «Die Arbeitsprozesse sind aber ganz ähnlich.»

Interview mit Musiker Büne Huber ging viral

Auch wenn Annette Fetscherin beruflich rund um die Uhr mit Sport zu tun hat, kann sie in der Freizeit nicht darauf verzichten. Am liebsten spielt sie Polo. «Nachdem ich die ersten Bälle geschlagen hatte, war ich sofort angefressen. Im Spiel kommen dann noch die unglaubliche Dynamik, Geschwindigkeit und das Zusammenspiel im Team dazu», sagt sie über ihr Hobby. Als Kind schon ritt sie und machte Springreiten. Die Kombination aus Pferden, sportlicher Anstrengung und Wettkampf gefiel ihr.

Im April 2016 ging ein Interview von Annette Fetscherin mit dem Musiker und Eishockey-Fan Büne Huber viral, in dem er Fussball wütend als «Pussy-Sport» bezeichnete. Dies sei zwar witzig gewesen, aber auch beängstigend, sagt sie. «Ich habe gemerkt, dass es auch schnell mal negativ werden kann.» Mit ihrer positiven Ausstrahlung und ihrem tollem Auftreten sorgt Annette Fetscherin aber derzeit für viel Positives im Schweizer Sportfernsehen.

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