Die Spital Thurgau AG und die Thurmed Gruppe haben erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich

Die Thurgauer Kantonsspitäler konnten die sehr starken Vorjahreszahlen fast überall wieder in etwa erreichen. In der gesamten Thurmed Gruppe resultierte sogar ein leicht stärkeres operatives Ergebnis. Und auch die medizinischen Qualitätsergebnisse konnten nochmals etwas verbessert werden.

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Der neue Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie im Kantonsspital Frauenfeld.

Der neue Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie im Kantonsspital Frauenfeld.

Bild: Donato Caspari

Die Spital Thurgau AG und die gesamte Thurmed-Gruppe haben ein gutes Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Die starken Vorjahreszahlen konnten fast überall wieder in etwa erreicht werden, in der Thurmed-Gruppe resultierte sogar ein leicht stärkeres operatives Ergebnis (+2,6 Millionen Franken). Dies gelang aufgrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen längst nicht allen Spitälern, ist einer Medienmitteilung der Spital Thurgau AG zu entnehmen.

Die stationären Umsätze stiegen in den beiden Akuthäusern Frauenfeld und Münsterlingen, der Rehabilitation und dem Pflegeheim St.Katharinental sowie den Psychiatrischen Diensten Thurgau um total 2,8 Prozent. Die ambulanten Umsätze wuchsen erneut deutlich um insgesamt 9,2 Prozent in der Thurmed-Gruppe, teilweise durch die konsequente Verlagerung von stationären Fällen in den ambulanten Bereich, da wo medizinisch angemessen.

Im Gesamtjahr könne ein Gewinn von 4,870 Millionen Franken (Spital Thurgau AG) respektive 9,909 Millionen (Thurmed-Gruppe) ausgewiesen werden.

Die Kennzahlen

2019 zählte die Thurmed Gruppe 32'068 stationäre Fälle (2018: 33'063) und 182'307 ambulante Fälle (176'500). Der Ertrag der Gruppe stieg von 601'880 Millionen Franken im Jahr 2018 auf 627'801 Millionen im Jahr 2019. Der Jahresgewinn sank von 12,765 Millionen (2018) auf 9,909 Millionen (2019). Im vergangenen Jahr gab es in der Gruppe 3328 Vollzeitstellen (2018: 3173). 

Gemäss der Medienmitteilung konnten zudem «alle wesentlichen Qualitätsindikatoren absolut und im Quervergleich gut gehalten und teilweise weiter verbessert werden». Das Unternehmen schreibt:

«Der grosse Rückhalt und das Interesse in der Bevölkerung wurden speziell bei der Fertigstellung des Neubaus Horizont, dessen Einweihung und vor allem mit der überwältigenden Rekordbeteiligung am Tag der offenen Tür sehr erfreulich sichtbar.»
35 Bilder
Norbert Vetterli, Spitaldirektion
Marc Kohler, CEO Spital Thurgau

Bild: Andrea Stalder

Am Tag der offenen Tür im Neubau des Kantonsspitals Frauenfeld am 18.Januar stand die Bevölkerung Schlange. Bilder: Andrea Stalder

Das Geschäftsjahr 2020 wird schlechter

Durch die aktuelle Ausnahmesituation werde allerdings das laufende Geschäftsjahr sehr herausfordernd: Der durch Covid-19 zu erwartende riesige Ertragsausfall und die notwendigen Zusatzaufwendungen für die Pandemie würden die Ergebnisse deutlich mindern, soweit sie durch die anordnenden Behörden nicht vollständig abgegolten würden.

Gleichzeitig – so schreibt die Spital Thurgau AG – steigen die Kosten durch den medizinischen Fortschritt (Medikamente, Geräte) und die Amortisationen für die neu gebauten Immobilien und Anlagen munter weiter. In den Vorjahren bis 2019 hätten die Einbussen durch immer weitere Effizienzsteigerungen kompensiert werden können – das werde 2020 nicht vollständig gelingen.