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Die SP Frauenfeld will Boden gut machen

Vor vier Jahren verlor die SP im Frauenfelder Stadtparlament einen Sitz. Diesen will die Partei nun wieder zurückerobern. Die Liste Nr. 1 setzt auf Jungpolitiker und erfahrene Genossen.
Stefan Hilzinger
Gut die Hälfte der Kandidierenden der SP Frauenfeld für die Gemeinderatswahlen 2019 posieren vor dem Schloss. (Bild: Reto Martin)

Gut die Hälfte der Kandidierenden der SP Frauenfeld für die Gemeinderatswahlen 2019 posieren vor dem Schloss. (Bild: Reto Martin)

Das Mittel der Wahl der Linken ist das Handy. «Wir setzen im Wahlkampf auf das direkte Gespräch», sagt SP-Gemeinderat Pascal Frey. Mit koordiniertem Telefonmarketing an drei Samstagen wollen die Frauenfelder Sozialdemokraten bei den Gemeinderatswahlen Ende März zum Erfolg kommen. «Wir telefonieren aber nicht einfach irgendwelche Listen ab, sondern nutzen unsere persönlichen Kontakte», sagte Lukas Hefti. Der frühere Gemeinderat ist Mitglied des Wahlkampfteams der SP.

Klares Ziel der Liste Nr. 1 ist es, den vor vier Jahren verlorenen fünften Sitz zurückzuerobern. 21 Frauen und Männer zählt die Kandidatenliste der Partei. Auffällig viele haben die Dreissig noch nicht überschritten «Ja, wir haben viele junge Kandidatinnen und Kandidaten», sagt Frey.

Soziale Beruf in der Überzahl

Doch die Liste decke das ganze Bevölkerungsspektrum ab, sowohl was Geschlecht, Alter und beruflichen Hintergrund angeht, wobei soziale und akademische Berufe überwiegen.

Der erfahrenste Genosse auf der Liste ist der pensionierte Lehrer und Heilpädagoge Alfred Bloch mit Jahrgang 1947. Er politisierte Anfang der 1980er-Jahre schon einmal für acht Jahre im hiesigen Gemeinderat. Bloch sagt:

«Mir gefällt der jugendliche Schwung unserer Stadtpartei»

Zu zusätzlichem Schwung im Wahlkampf dürfte den Sozialdemokraten jüngst auch die deutliche Wahl von Barbara Dätwyler Weber zur Stadträtin verholfen haben. Sie ist, wie alle vier bisherigen Gemeinderäte auf der Wahlliste verzeichnen, müsste im Falle einer Wahl den Sitz für jemanden anderen freigeben.

Nebst den Telefonaktionen setzt die SP im Wahlkampf auch Standaktionen und Plakat. «Mit den Plakaten wollen wir zeigen, wie wir die attraktive Stadt Frauenfeld mitgestalten wollen», sagt Frey. Sie sprechen darin klassische SP-Themen an wie Generationenfragen, Bildung, Verkehr oder Umweltschutz – mit Slogans wie «Frühe Förderung für eine berufliche Zukunft» oder «Begegnung mit oder ohne Zone»

«Lieber Velobahnen statt Autotunnels»

Pascal Frey, SP-Gemeinderat.

Pascal Frey, SP-Gemeinderat.

Mit ihrer Politik wolle die Partei auch dem allgemeinen Rechtsdrall in der Politik trotzen. Die SP sei sicher keine Partei von Verhinderern. «Ein möglichst tiefer Steuerfuss allein macht noch lange keine gute Lebensqualität aus», sagt Bloch. So gelte es auch dem guten kulturellen, Angebot Sorge zu tragen. «Die Frage muss doch heissen: ‹Was ist uns wie viel Wert?›», sagt Frey. So wehre sich die SP-Stadtpartei nicht grundsätzlich gegen einen Entlastungstunnel. «Doch sicher nicht diesen Tunnel zu diesem Preis», sagt Frey. «Lieber Velobahnen statt Autotunnels», könnte ein weiterer Slogan der Partei lauten.

«Die Frage muss doch heissen: ‹Was ist uns wie viel Wert?›», sagt Frey. So wehre sich die SP-Stadtpartei nicht grundsätzlich gegen einen Entlastungstunnel. «Doch sicher nicht diesen Tunnel zu diesem Preis», sagt Frey. «Lieber Velobahnen statt Autotunnels», könnte ein weiterer Slogan der Partei lauten.

Ein Gemeinderatsmandat bedeutet rund einen halben Tag Arbeit pro Woche, sagt Lukas Hefti vom Wahlkampfteam. «Wir haben eine engagierte Fraktion, welche sich für eine vernünftige Sachpolitik stark macht», sagt Gemeinderat Frey.

Hinweis:
Die TZ stellt die zehn Listen der Gemeinderatswahlen in der Reihenfolge der Listennummern vor.

21 Kandidatinnen und Kandidaten

Für die Liste 1 der Frauenfelder Sozialdemokraten kandidieren 21 Personen. Darunter alle vier bisherigen Gemeinderäte. An zweiter Stelle auf der Liste ist die am Sonntag zur Stadträtin gewählte Gemeinderatspräsidentin Barbara Dätwyler Weber, weil die Namen eingereicht werden mussten, bevor das Resultat der Stadtratswahlen feststand. Die ersten 19 Kandidierenden auf der Liste sind kumuliert (doppelt) aufgeführt.

Pascal Frey (Jg. 1984), Hausmann/Polymechaniker; Barbara Dätwyler Weber (‘74), Pflegefachfrau; Félicie Haueter (‘78), Psychiaterin; Ralf Frei (‘90), Journalist; Alfred Bloch (‘47), pens. Lehrer; Elisa Regli (‘94), Studentin; Ibrahim Bilen (‘85), Billing & Collection Manager; Susanne Weibel Hugentobler (‘81), Mittelschullehrerin; Christoph Tobler (‘86), Abteilungsleiter Migrationsamt TG; Laure Brem (‘99), Studentin; Marco Hediger (‘95), Sozialarbeiter; Jael Mühlemann Sauter (‘75), Schulsozialarbeiterin; Kevin Seemann (‘91), Student; Maria Solovey (‘92), Wiss. Mitarbeiterin Kantonsbibliothek; Manuel Wunderlin (‘92), Jurist; Rebekka Rieser (‘91), Doktorandin; Dario Perera (‘87), Student; Eveline Hannig (‘81), Lehrerin; Alessandra Biondi (‘92); Juristin; Stephan Grob (‘77), Teamleiter, Cenzo Keller (‘57), Lehrer. (hil)

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