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Herdern: Die Sonnenseite jubiliert

Die Politische Gemeinde begeht am Sonntag ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Wanderung und einem Fest. Die Ansprachen werden aber kurz gehalten. Auch eine lesenswerte Festschrift ist entstanden.
Mathias Frei
Im Hof von Schloss Herdern, wo gefeiert wird: Gemeindepräsident Ulrich Marti und Fest-OK-Präsident Jörg Himmelberger, der 1998 Gemeindeammann war, mit der schmucken Festschrift. (Bild: Mathias Frei)

Im Hof von Schloss Herdern, wo gefeiert wird: Gemeindepräsident Ulrich Marti und Fest-OK-Präsident Jörg Himmelberger, der 1998 Gemeindeammann war, mit der schmucken Festschrift. (Bild: Mathias Frei)

Die ganze Gemeinde feiert – und für Jörg Himmelberger schliesst sich der Kreis. Er war 1998 der Gemeindeammann der neuen Politischen Gemeinde Herdern. Und jetzt leitet er das OK des Jubiläumsfests. Über 300 Herdermerinnen und Herdermer haben sich angemeldet für das Fest am Sonntag – jeder dritte Einwohner der Gemeinde. «Eine erfreuliche Teilnehmerzahl», meint Ulrich Marti, der aktuelle Gemeindepräsident.

Im Frühling vor einem Jahr hatte sich der Gemeinderat erstmals Gedanken gemacht über das anstehende Jubiläum. Im Sommer 2017 wurde ein OK gesucht – und es konnten sechs Einwohnerinnen und Einwohner gefunden werden. Vergangenen September begann die Organisationsarbeit unter Himmelbergers Leitung. Speziell erwähnt haben will er Gemeindeschreiberin Corinne Bolzli, «die gute Fee im Hintergrund». Es entstand in viel ehrenamtlicher Arbeit ein attraktiver Jubiläumstag mit Wanderung und Fest sowie eine schmucke Festschrift. Der Jubiläumsanlass soll laut Gemeindepräsident Marti einerseits zeigen, was die Gemeinde alles zu bieten hat – sei es landschaftlich, kulturell oder auch in Sachen Gewerbe und Vereine. Andererseits sollen am Fest selber die Begegnungen, die Geselligkeit und das Kulinarische im Vordergrund stehen. «Die Festansprachen werden kurz gehalten», verspricht Marti. «Ein Fest aus der Gemeinde für die Gemeinde», sagt Himmelberger. Nur in der Festwirtschaft habe man Hilfe von ausserhalb, von den Turnerinnen aus Hörhausen.

«Kein Wunschkonzert, sondern kantonale Vorgabe»

Nicht minder gelungen präsentiert sich die 75-seitige Festschrift in einer Auflage von 500 Stück für jeden Haushalt. Nebst Grüssen der Nachbargemeinden gibt es für die Zeit von 1998 bis 2017 eine ausführliche, spannend zu lesende und bebilderte Zeittafel. Himmelberger erinnert sich an 1998 zurück. «Das war damals kein Wunschkonzert, sondern eine Vorgabe des Kantons.» Herdern und Lanzenneunforn bildeten schon seit 1803 eine Munizipalgemeinde. 1997 ging es dann mit Pfyn um Dettighofen. Letztlich blieb aber alles beim Alten. Und wenn Gemeindepräsident Marti in die Zukunft blickt, kann er zwar dem Gedanken von professionelleren Strukturen in grösseren Gebietseinheiten durchaus etwas abgewinnen. Aber er zeigt sich überzeugt, dass die Politische Gemeinde Herdern auch in zehn Jahren noch Bestand haben wird. Denn die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden in der Regio Frauenfeld sei erfolgreich. «Und Herdern wird weiterhin die Sonnenterrasse des Thurtals sein, mit funktionierendem Gemeindeleben und aktiven Vereinen.» Noch ein bisschen mehr Gewerbe, zum Beispiel kleine Betriebe im Dienstleistungssektor, das wäre aber sein Wunsch.

"Ein Fest aus der Gemeinde für die Gemeinde. Nur in der Festwirtschaft haben wir Hilfe von auswärts, von den Turnerinnen aus Hörhausen." (Jörg Himmelberger, OK-Präsident)

Was wohl innerhalb der Gemeinde nicht einmal alle wissen: Herdern hat eine inoffizielle «Partnergemeinde», nämlich den Stadtteil Herdern in Freiburg im Breisgau. Die Freundschaft gründet auf privater Initiative. Auch von dort werden am Sonntag Gäste anreisen und mitfeiern. Vielleicht stimmt dann ja auch irgendjemand noch «Herdern am Sonnigen Hang» an, komponiert und getextet um 1949 vom damaligen Chordirigenten und Kirchenorganisten Adolf Frey, ergänzt von Johann Regenscheit.

Ein Fest für Herdermerinnen und Herdermer

Dies vorweg: Die Feierlichkeiten diesen Sonntag, 3. Juni, sind der Herdermer Bevölkerung und geladenen Gästen vorbehalten. Weil Essen und Getränke abgegeben werden, war zudem eine Anmeldung notwendig. Die 9,5 Kilometer lange Jubiläumswanderung startet am Vormittag und führt über sechs Stationen der Kultur-, Vereins- und Gewerbelandschaft zum Fest auf dem Areal von Schloss Herdern. Dort gibt es verschiedene Ansprachen, Musik, Unterhaltung, ein Kinderprogramm, eine kleine Gewerbeausstellung sowie natürlich Speis und Trank. (ma)

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