Die Seniorenbühne Frauenfeld zeigt, wie Mist und Gülle zur Schönheit verhelfen

Die Seniorenbühne Frauenfeld lockte bei ihrer Premiere am Sonntag 400 Personen ins Casino.

Andreas Taverner
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«Ich besuche die Premiere der Seniorenbühne, weil das Wetter schlecht ist und ich einen der Techniker kenne», sagte eine Besucherin am Sonntagnachmittag vor dem Casino. Eine weitere war voll des Lobes über die letztjährige Aufführung.

In seiner Ansprache an über 400 Besucher sagte Christian Eichelberger, Präsident der Seniorenbühne Frauenfeld, dass der Verein bereits in die 25. Saison gestartet sei. «Viele, die 1994 dabei waren, verliessen uns», sagte er und machte Werbung in eigener Sache:

«Ob vor oder hinter der Bühne, melden sie sich ungeniert.»

Damit leitete er zur ersten von zwei Aufführungen über. Im Einakter von Lukas Bühler mit dem Titel «Gülle, Mischt und Schönheitskur» spielt Margrit Isenring als Rösli. Die Bäuerin und Schwester von Trudi ist eine einfache und herzliche Persönlichkeit. Ihre Schwester, Peggy Joseph alias Trudi, ist naiv. Eine liebenswerte Figur, die weder hübsch noch mit allzu viel Verstand gesegnet ist.

Das ungleiche Geschwisterpaar hatte sich erfolgreich für eine Schönheitskur beworben. Nun steht Wissenschaftler Rudolf Birrer alias Eugen Hasenfratz in der Bauernstube der beiden und präsentiert seine Wundercrème, die unter anderem Mist und Gülle enthält. Dass eine solche Crème grossen Wert hat, wissen Harry Müller alias Karl Kolb, der als Werbefilmer auftritt, und seine Partnerin, Mizzi alias Vreni Herter, eine extravagante Schauspielerin. Mittels Intrige versuchen die beiden das Rezept zu ergaunern.

Im zweiten Einakter von Arthur Brenner – «Alles us verzwyflig» – geht es um Schaggi Vögeli und seine beiden Freunde, die dringend eine neue Vereinsfahne benötigen. Doch es fehlt das Geld. Da kommt den Herren eine Idee. Schaggi, bittet seine Tante um Geld. Er gibt vor, dass er verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat.

Weitere Vorstellung am Samstag, 22. Februar 2020, 19,30 Uhr Kath. Pfarreizentrum Klösterli.