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Die Schwestern mit dem Schoggi-Job: Zwei Thurgauerinnen produzieren in Zürich vegane Pralinés

Seit fünf Jahren produzieren die Thurgauerinnen Fabia und Laura Löw Pralinés.
In ihrem Zwei-Frau-Betrieb kümmern sie sich selbst um alles.
Geraldine Bohne
Laura und Fabia Löw in ihrer Schoggi-Küche. (Bild: Andrea Stalder)

Laura und Fabia Löw in ihrer Schoggi-Küche. (Bild: Andrea Stalder)

Ihre Industrieküche in Zürich ist klein. Trotzdem aber gross genug, um süsse Träume wahrwerden zu lassen. Drei Franken kostet ein Praliné, ein sogenannter Löwenkuss. Es gibt sie in allen Farben und Sorten. Tonka-Vanille, Kokos-Maracuja oder Salty-Peanut. Dazu sind sie vegan.

«Vor fünf Jahren gab es noch nirgendwo vegane Praliné, deshalb beschlossen wir das Image von veganer Schokolade aufzubessern», sagt Laura Löw.

«Wir haben uns gesagt: Los lass uns Schoggi machen.»

Ganz simpel und ohne Businessplan ist das Unternehmen «Löw Delights» 2014 entstanden. Sie wollten etwas herstellen, das Lebensfreude verbreitet. Jetzt produzieren die beiden Thurgauer Schwestern Fabia und Laura Löw also Pralinés.

Sie ergänzen einander perfekt

Fabia Löw ist für die Produktion bei «löw delights» zuständig. (Bild: Andrea Stalder)

Fabia Löw ist für die Produktion bei «löw delights» zuständig. (Bild: Andrea Stalder)

Aber wer sind die Romanshornerinnen? Die Jüngere der beiden ist Fabia Löw. «Ich bin die Wildere von uns», sagt die 31-Jährige. Sie ist gelernte Köchin und Confiseurin. «Ich habe schnell eine Faszination für Schoggi entwickelt.» Heute ist sie für die Produktion der «Löw Delights» zuständig, während ihre Schwester Laura sich um Administration, Verpackung und Kommunikation kümmert.

Laura Löw ist für die Administration, Verpackung und Kommunikation verantwortlich. (Bild: Andrea Stalder)

Laura Löw ist für die Administration, Verpackung und Kommunikation verantwortlich. (Bild: Andrea Stalder)

Laura Löw kann dabei auf ihre Erfahrung in der Produktentwicklung zurückgreifen. Zudem hat die 34-Jährige einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation. Die Schwestern scheinen sich perfekt zu ergänzen. Jede hat ihre Aufgaben, der gemeinsame Part liegt in der Entwicklung der Produkte.

«Die Inspiration ist einfach da», erklären die Schwestern. «Aber manchmal haben wir auch Ideen, die nicht umsetzbar sind.» Konflikte gäbe es selten, denn meistens seien sie sich einig. «Wir haben beide schon immer von der Selbstständigkeit geträumt, es war aber nie geplant, zusammenzuarbeiten», sagt Laura Löw. Ihre Chocolaterie ist ein Zwei-Frau-Betrieb. Die Schwestern tun viel für ihren Traum. Fabia Löw sagt:

«Wir haben eine Sechstagewoche.»

Das können sie sich leisten, sie haben keine Kinder. Neben der Herstellung ihrer Produkte bieten sie auch Schokoladen- und Kochkurse an. Mittlerweile können die Thurgauerinnen davon leben.

Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)
Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)
Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)
Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)Das Signaturprodukt von «löw delights» sind die Löwenküsse. (Bild: Andrea Stalder)
Auch Tafelschokolade in verschiedensten Farben werden in der Industrieküche in Zürich hergestellt. (Bild: Andrea Stalder)Auch Tafelschokolade in verschiedensten Farben werden in der Industrieküche in Zürich hergestellt. (Bild: Andrea Stalder)
Formen zum Giessen der Praliné. (Bild: Andrea Stalder)Formen zum Giessen der Praliné. (Bild: Andrea Stalder)
6 Bilder

Süsse Träume

Sieben Mal umgezogen

Die Schwestern haben lange gebraucht, bis sie einen beständigen Ort für ihr Unternehmen gefunden hatten. «Wir sind bereits sieben Mal umgezogen.» Früher waren sie immer nur Untermieter, heute haben sie eine eigene Küche in Zürich gefunden. «Die jetzige Situation ist ein Luxus für uns», sagt Laura Löw. «Ausserdem lieben wir Zürich.» Ihr Zielpublikum sei eher hier als in St. Gallen.

Ihre Schokoladenkreationen werden in Krankenhäusern oder für Mitarbeitergeschenke verkauft, aber auch in der Gastronomie und Delikatessenläden. Jetzt im Sommer müssen sie die Produktion für ein paar Wochen unterbrechen. «Es ist sehr schwierig, die Pralinés zu produzieren, da es in der Küche sehr warm wird», sagt Laura Löw. Der Verkauf laufe jedoch weiter. Die Schwestern setzen in den Sommermonaten auf die Produktentwicklung.

Auch wenn die Unternehmerinnen Tag für Tag den Geruch von Schokolade in der Nase haben, ist er ihnen noch nicht verleidet. Laura Löw sagt mit einem Lachen:

«Wir essen bestimmt 100 Gramm Schokolade pro Tag.»

Da sie während der Arbeit viel stehen und gehen müssen, sei das kein Problem. Die Rohmasse – Couverture genannt – wird extra für sie hergestellt. Laura und Fabia Löw sind auf die Weiterverarbeitung und Veredelung spezialisiert, wobei sie ihre Produkte «als ganze Kunstwerke mit Seele behandeln». Die ältere Schwester sagt: «Unsere Kreationen sollten Freude machen und schmecken.»

Hinweis: Löw delights

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