Die Schulgemeinde Uesslingen-Buch hat wieder eine Heilpädagogin

Die Schule Uesslingen-Buch rechnet im Budget 2020 mit einem Defizit von 52'000 Franken 

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Schulpflegerin Irene Krapf am Rednerpult.

Schulpflegerin Irene Krapf am Rednerpult.

Bild: PD

(red) Gerade mal 24 Stimmberechtigte der Primarschule Uesslingen-Buch befanden Ende vergangener Woche über das Budget 2020 – und das innerhalb von 24 Minuten. Gleich zwei Rekorde seien damit gebrochen worden, teilt die Schulgemeinde mit: der für die niedrigste Anzahl an Stimmberechtigten an einer Versammlung der Schulgemeinde der letzten Jahre und der für die kürzeste Versammlung.

Betriebs- und Sachaufwand ist höher

Das Budget stellte Irene Krapf vor. Es rechnet für nächstes Jahr mit einem Defizit von gut 52'000 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 63 Prozent. Weil nächstes Jahr mehr Kinder in den Kindergarten kommen, fallen die Personalkosten höher. Ausserdem schlagen höhere Ausgaben für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), die Kosten für die Schulische Heilpädagogik und für ein geplantes Sommerlager sowie ein erhöhter Sach- und Betriebsaufwand zu Buche.

Schulpräsidentin Vroni Diethelm.

Schulpräsidentin Vroni Diethelm. 

Bild: Andreas Taverner

Ab Februar 2020 gibt es in Uesslingen-Buch nach längerer Suche wieder eine Schulische Heilpädagogin, ebenso eine neue Logopädin, wie Schulpräsidentin Vroni Diethelm berichtete. Laut Kurt Müller, dem Verantwortlichen für die Liegenschaften sei die Erneuerung der Nasszellen einschliesslich Asbestsanierung von Plättlikleber abgeschlossen und erst noch unter Budget.

Beitragsgesetz: Auswirkungen unklar

Noch nicht ganz einschätzbar seien hingegen die Auswirkungen des revidierten kantonalen Beitragsgesetzes auf Januar 2020. Neu werden nicht nur die Steuerkraft und die Anzahl der Schülerinnen und Schüler gezählt, sondern auch die Einwohnerzahl. Der Kanton schätzt, dass es für Uesslingen-Buch zu einer Steigerung der Steuerkraft um drei Prozent und einer Zunahme der Bevölkerung um etwa 3,5 Prozent kommen wird. Es sieht danach aus, dass es zu keiner Beitragszahlung kommen werde. Bei jedoch nur geringen Abweichungen dieser Schätzungen könne sich dies schlagartig ändern, und die Schulgemeinde werde verpflichtet, einen grösseren Betrag zu entrichten. Der Verlauf des nächsten Jahres werde Klarheit schaffen.

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Manuela Olgiati