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Baustart für die Frauenfelder Sandsporthalle verzögert sich

Das Projekt für eine Sandsporthalle auf der Kleinen Allmend dauert länger, weil eine Beteiligung des Bundes an den Kosten von 3,5 Millionen Franken weiter in der Schwebe ist. Wegen der Unsicherheit speckt der Verein Sandhalle jetzt bei den Bauplänen ab.
Samuel Koch
Die Visualisierung zeigt, wie ein mögliches Beachvolleyball-Turnier bei der Sandsporthalle in Zukunft einmal aussehen könnte. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt, wie ein mögliches Beachvolleyball-Turnier bei der Sandsporthalle in Zukunft einmal aussehen könnte. (Bild: PD)

Trotz Sand im Getriebe ist Resignation bei Verein und Stiftung Sandhalle Fehlanzeige. «Wir glauben immer noch fest daran, dass wir die Sandsporthalle bauen können», sagt Vereinspräsident Markus Müller mit Überzeugung. Spätestens seit dem Treffen der Vereins- und Stiftungsmitglieder letzte Woche ist aber klar, dass sich das Projekt «The Beachhouse» für 3,5 Millionen Franken – unter anderem mit drei Indoor-, fünf Outdoor-Beachvolleyball-Feldern sowie Sportunterkünften, Gastro-, Kraftsport- und Physiotherapieräumlichkeiten – verzögern wird.

«Wir sind gezwungen, mit der Baueingabe noch bis im Frühjahr zu warten»

Markus Müller, Präsident des Vereins Sandsporthalle Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Markus Müller, Präsident des Vereins Sandsporthalle Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

sagt Müller. Der Frauenfelder Gemeinderat hatte der Stiftung im Juni den Baurechtsvertrag für das rund 3500 Quadratmeter grosse Grundstück zwischen Tennishalle und Turnfabrik deutlich erteilt.

Grund für den Verzug sind die Finanzen und der Faktor Zeit. Zwar weisen Verein und Stiftung mittlerweile rund eine halbe Million Franken an Eigenkapital aus, 300'000 Franken steuert der Thurgauer Sport-Toto-Fonds bei, und eine weitere halbe Million sind Zusagen im Fremdkapital.

Bundesrat kann Stein ins Rollen bringen

Noch harzt es jedoch beim grünen Licht aus Magglingen vom Bundesamt für Sport (Baspo) für Gelder aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept. Im Dezember 2017 ist das jüngste Förderprogramm namens Nasak 4 abgelaufen. Zwar hat der antragsberechtigte Dachverband Swiss Volley Bedarf für Gelder aus einem möglicherweise zukünftigen Nasak-5-Programm angemeldet, wie Hans-Jörg Birrer vom Baspo erläutert. Derzeit verfasst dieses einen Bericht zuhanden des Bundesrats, der den politischen Stein bei Bedarf nächstes Jahr ins Rollen bringen kann.

«Wir haben erste positive Rückmeldungen erhalten, aber die politischen Mühlen mahlen bekanntlich nicht so schnell»

meint Markus Müller. Verläuft alles nach seinem Gusto, erstellt das Parlament im Frühjahr den Auftrag für eine neue Botschaft für das Nasak 5. Wenn überhaupt, dürfte dieses von National- und Ständerat aber frühestens 2020 beschlossen werden. «Wir spüren eine breite politische Unterstützung», meint Müller.

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen der drei Indoor-Felder.

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen der drei Indoor-Felder.

Übernahme von Wellblechbau klappt nicht

Geknüpft sind die subsidiären Nasak-Gelder an die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Swiss Volley. «Unser Projekt erfüllt die Anforderungen des Verbandes sowie die Auflagen für Sportanlagen von nationaler Bedeutung», sagt Müller zuversichtlich, obwohl auch der dortige Prozess Zeit in Anspruch nehme.

Aufgrund der zeitlichen Verzögerungen musste die Stiftung Anfang November auf die Übernahme des Wellblechbau-Provisoriums des Alters- und Pflegezentrums Stammertal verzichten. «Wir konnten ihnen nicht garantieren, dass wir den Bau im nächsten April definitiv übernehmen können», sagt Müller.

Damit fehlen nun 400'000 Franken, die als Darlehen über zehn Jahre im Fremdkapital verbucht worden wären. Wegen all dieser Umstände rückten schliesslich auch die Banken von ihren Zusagen für Hypotheken ab.

«Die Überprüfung ergab, dass sich gewisse betriebliche Risiken kumulierten»

sagt Müller. Gerade bei den Plänen für Sportunterkunft, Gastronomie, Kraftsport und Physiotherapie wisse man im Vornherein kaum, wie gut es schliesslich läuft. Jetzt überarbeiten Verein und Stiftung ihren Businessplan und minimieren das Risiko mit einer Etappierung des Baus. «Seit der Erteilung des Baurechtsvertrags sind wir bei der Finanzierung schon einmal nahe an die 3-Millionen-Franken-Marke gekommen», betont Müller.

Die beiden Beachvolleyball-Profis Sascha Heyer und Patrick Heuscher engagieren sich ebenfalls für die Frauenfelder Sandsporthalle. (Bild: Reto Martin)

Die beiden Beachvolleyball-Profis Sascha Heyer und Patrick Heuscher engagieren sich ebenfalls für die Frauenfelder Sandsporthalle. (Bild: Reto Martin)

Es gelte jetzt, weiter nach Investoren zu suchen und intern über die Bücher zu gehen. So sind die Vereins- und Stiftungsmitglieder nicht untätig, sondern arbeiten an einer «Variante light», quasi an etwas abgespeckten Plänen.

Etappierung oder falls nötig Redimensionierung

Je nach Entscheidung in Bern und der daraus resultierenden Finanzlage könnte nebst der Halle zunächst nur ein einstöckiger Trakt für Garderoben gebaut werden. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als planerisch flexibel zu bleiben, eventuell eine Etappierung oder falls nötig eine Redimensionierung vorzusehen», sagt Müller. Sollten dann wie erwartet doch noch Bundesgelder nach Frauenfeld fliessen, stünde einer Realisierung des Gesamtprojekts nichts mehr im Weg.

«Wir bleiben zuversichtlich, dass wir nach der Entscheidung aus Bern im Februar oder März unser Baugesuch einreichen»

meint Müller – zumindest für die Halle mit den drei Indoor- und den fünf Outdoor-Feldern. Der Spatenstich könnte dann laut Müller doch noch im nächsten April über die Bühne gehen, möglichst gleichzeitig mit den Ausbauplänen des Vereins Turnfabrik nebenan. Die zukünftigen Nachbarn stünden in engem Kontakt. «Wir fangen dann aber im Gegensatz zur Turnfabrik komplett bei Null an.»

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