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Berlinger Projekt für günstigen Wohnraum kommt nicht zu Stande

Das vorerst gescheiterte gemeinschaftliche Wohnprojekt rief Kritik an der Arbeit des Gemeinderats hervor. Die Jahresrechnung 2017 mit einem Überschuss von fast 400'000 Franken war kaum eine Wortmeldung wert.
Judith Meyer
Gemeindepräsidentin Annemarie Moret (Mitte) begrüsst die neuen Berlinger Bürger Denise und Herbert Schmitz. (Bild: Judith Meyer)

Gemeindepräsidentin Annemarie Moret (Mitte) begrüsst die neuen Berlinger Bürger Denise und Herbert Schmitz. (Bild: Judith Meyer)

Erst unter den Mitteilungen wurde es emotional, als die Berlinger Gemeindepräsidentin Annemarie Moret auf das Thema «Umzonung für günstigen Wohnraum» zu sprechen kam. 73 Stimmbürger waren am Montagabend in die Unterseehalle gekommen, um unter anderem über die Jahresrechnung 2017 zu befinden.

Moret erklärte, dass trotz Bemühungen der Gemeinde günstigen Wohnraum in Berlingen zu schaffen, das Projekt leider nicht zu Stande komme (siehe auch Kasten). «Wir haben versucht in unserem Dorf etwas zu bewegen, leider vergeblich», sagte sie. Dies rief einen Stimmbürger auf den Plan, der die Erklärungen Morets in Frage stellte. Sie vertrat weiterhin ihre Sicht der Dinge. Es kam zu weiterer Kritik, in einem anderen Zusammenhang an der Arbeit eines Gemeinderates. Schliesslich meldete sich eine Bürgerin zu Wort und hielt ein Plädoyer für die Milizarbeit der Gemeinderatsmitglieder. «Man muss den Verbleibenden doch Sorge tragen», was mit Applaus verdankt wurde.

Überschuss dank höherer Steuereinnahmen

Das Thema Finanzen und die Einbürgerung eines Ehepaares gaben weit weniger zu reden: Die Gemeinde schliesst das Jahr 2017 mit einem Überschuss von 362'000 Franken ab. Dieser entstand durch höhere Grundstücksgewinnsteuern und höhere Steuereinnahmen als budgetiert. Dieser Ertrag wird dem Eigenkapital zugeschlagen. Der Steuerfuss 2018 bleibt auf 110 Prozent (inklusive der Primarschule). Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Die in geheimer Wahl vollzogenen Einbürgerungen von Herbert und Denise Schmitz war eine kurze Sache. Mit grossem Applaus wurden der Deutsche und die Engländerin willkommen geheissen.

In der Folge gab es eine Reihe von Informationen zu hören. Vorerst von der Schulkommissionspräsidentin Helen Nossung: Im nächsten Schuljahr werde es 45 Schüler in Berlingen geben, bis ins Jahr 2021 rechne man mit bis zu 50 Schülern. Fünf Primarschüler werden ab Sommer in die Sekundarschule nach Steckborn gehen. Ausserdem werde das Schulhaus in den Sommerferien sanft renoviert.

Noch ein Rücktritt aus dem Gemeinderat

Gemeindepräsidentin Moret informierte, dass Berlingen beim Büro Widmer in Frauenfeld eine Studie zu Tempo 30 oder 40 im Ortskern in Auftrag gegeben habe. Zum Schluss gab sie bekannt, dass nebst ihrem eigenen Rücktritt und dem von Marion Schaffner auf Ende der Legislaturperiode in gut einem Jahr, per Ende Juli auch Marius Brugger zurücktreten werde, dies wegen einer Weiterbildung. Der anschliessende Apéro verlief dann in ungezwungenem Rahmen.

Kein Land für Bauprojekt

Die Gemeinde Berlingen wollte die Parzelle 28 (Kindergarten) und die Teilparzelle 27 (beim Pfarrhaus) umzonen. Dafür wollte die Gemeinde die Teilparzelle 27 erwerben. Die Idee war, dort ein gemeinschaftliches Wohnprojekt und günstigen Wohnraum in Berlingen zu schaffen. Im März 2018 kam es zu einer Konsultativabstimmung der Kirchbürger über die Veräusserung der Parzelle beim Pfarrhaus. Zur Entscheidungshilfe bestanden bereits visualisierten Ideen, die an der Versammlung hätten präsentiert werden können, was aber ausgelassen wurde, berichtet Gemeindepräsident Annemarie Moret. Die Veräusserung an die politische Gemeinde haben die Kirchbürger abgelehnt.

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