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Die Raiffeisenbank Untersee-Rhein wächst dank Kundennähe

Die Raiffeisenbank Untersee-Rhein hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Dank neuer Mitglieder konnte die Kapitalbasis verstärkt werden.
Ursula Junker

Um es gleich vorwegzunehmen: Kunden hat die Raiffeisenbank Untersee-Rhein keine verloren. Im Gegenteil, Verwaltungsratspräsidentin Karin Sigrist berichtete, dass 94 neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Die insgesamt 949 Mitglieder unterzeichneten im vergangenen Geschäftsjahr zudem für 14 Millionen Franken neue Anteilscheine. 619 von ihnen bezeugten ihr Vertrauen auch durch die Teilnahme an der Generalversammlung im Festzelt in Eschenz. Es sei nicht nur Gutes berichtet worden über die Raiffeisenbank, sagte Sigrist mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Monate. Es gehe nun darum, eine Lösung zu finden, wie der genossenschaftliche Gedanke in den regionalen Filialen trotz der Systemrelevanz des Hauptsitzes weitergeführt werden könne. Sie erinnerte an den Begründer der Bank Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der mit der Hilfe zur Selbsthilfe den genossenschaftlichen Grundgedanken legte.

Erfreuliche Entwicklung

Sigrist verwies auf neue Produkte wie etwa Twint, dem elektronischen Portemonnaie. Auch erwähnte sie die Crowdfunding-Plattform, auf der 2 Millionen Franken gesammelt wurden, die in rund 600 verschiedene, vor allem gemeinnützige Projekte flossen. Danach erläuterte Cornelius Keller, Vorsitzender der Bankleitung, das vergangene Geschäftsjahr. «Die Bank hat sich erfreulich entwickelt», stellte er fest. Insgesamt nahm der Gewinn um 1,2 Millionen Franken zu, und es konnten zusätzlich 1,7 Millionen Franken stille Reserven gebildet werden. Damit lag das Gesamtergebnis leicht über dem des Vorjahres. Die Bilanzsumme konnte gesteigert werden und liegt bei 680 Millionen Franken. Hier bewegt sich die Raiffeisenbank Untersee-Rhein im schweizerischen Mittelfeld. Zu den 14 Millionen Franken aus neuen Anteilscheinen kamen 2017 auch 15 Millionen neue Kundengelder, was der Vorsitzende der Bankleitung als Vertrauensbeweis wertete. Nach wie vor stark ist die Bank im Hypothekargeschäft, das knapp 92 Prozent des Gesamtgeschäftes ausmacht. Raiffeisen finanzierte vor allem Wohnbauten und landwirtschaftliche Gewerbe. Ein kleinerer Teil verteilt sich auf gewerbliche Kunden und die öffentliche Hand.

Über dem Schweizer Durchschnitt

Bei den Hypotheken konnten für gut 46 Millionen Franken neue Geschäfte getätigt werden. Das entspricht einer Zunahme von 4,1 Prozent, die deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt von 2,4 Prozent liegt. Keller begründete die Zunahme mit der Kundennähe. Auch im Anlagegeschäft sei man gut unterwegs gewesen, so Keller. Einen leichten Rückschlag musste die Bank bei den Zinsen hinnehmen, was unter anderem aus der Negativzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank herrührt. Etwas höher fiel auch der Geschäftsaufwand aus, was auf eine einmalige Emissionsabgabe zurückzuführen war. Gesamthaft schloss die Raiffeisenbank Untersee-Rhein mit einem Jahresgewinn von 644030 Franken oder einem Plus von 1,2 Prozent ab. Davon wurden gut 590000 Franken dem Eigenkapital zugeschrieben. Der Verwaltungsrat beantragte zudem, die Anteilscheine mit 3 Prozent zu verzinsen. Sowohl die Rechnung 2017, wie auch der Zinssatz von 3 Prozent auf die Anteilscheine wurden einstimmig genehmigt. Danach wurde Matthias Brütsch, selbstständiger Vermögensverwalter aus Ramsen, ohne Gegenstimme in den Vorstand gewählt.

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