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Die Manserbuebe sagen Adieu

Am Pfingstmontag verabschieden sich die Musiker vom Seerücken nach 34 Jahren. Nun freuen sie sich auf das baldige Rentnerleben und darauf, Grosselternaufgaben zu übernehmen.
Salome Preiswerk-Guhl

«Mit dem Manserbuebe-Fest setzen wir einen musikalischen Schlusspunkt und danken unseren treuen Fans», sagt Reto Holenstein als Vertreter und Mitglied der Manserbuebe. 34 Jahre sind vergangen, seit die Brüder Sepp (1951), Richi (1952–2004), Franz (1953) und Res Manser (1958) sowie Reto Holenstein (1952) im Jahr 1984 die Manserbuebe gegründet hatten.

Bei der Familie Manser in Hörhausen wurde schon immer viel getanzt und gesungen. 1964 schenkte ein Verwandter der Familie ein Handörgeli, auf welchem die Buben dann fleissig übten und bald die ersten Unterrichtsstunden nahmen. 1970 wurde die erste Band gegründet, die Krestuma-Boys. Ein Jahr später Neuformation und neuer Name: Echo vom Seerücken. Diese Band wurde ein Jahr darauf durch die Sunny-Boys abgelöst. Und wieder dauerte es nur ein Jahr bis zur Neubildung der Band mit dem Namen Seerücken-Sextett, welches schliesslich während fünf Jahren viele Konzerte gab. 1977 löste sich die Band auf. Kurz darauf gründeten Richi, Res und Reto mit einer neuen Besetzung das Tanzorchester Gordon-Six. Diese Formation spielte jeweils die aktuellsten Hits und war weitherum in der Ostschweiz bekannt. 1984 war auch mit dieser Band Schluss. Aber die Manser Buben konnten es mit der Musik nicht bleiben lassen und gründeten sogleich mit ihrem Schwager Reto Holenstein die legendären Manserbuebe.

Musik nebst Familie und Vollzeitjob

Zur Gründungsformation gehörten: Sepp (Schwyzerörgeli, Gesang), Richi (Schwyzerörgeli, Trompete, Gesang), Franz (Handharmonika, Gesang), Res (Handharmonika, Saxophon, Klarinette, Gesang) sowie Reto Holenstein (Bassgeige, Gitarre, Gesang). Mit unzähligen Auftritten sorgten sie an Firmenanlässen, Hochzeiten, Frühschoppen und Jubiläen für gute Laune. Dieses Engagement verlangte von ihren Partnerinnen viel Verständnis und Toleranz, denn alle Musiker hatten Familie, einen Vollzeitjob und waren zusätzlich in verschiedenen Vereinen aktiv. Der Tod von Richi Manser im Jahr 2004 war für alle nicht leicht zu verdauen, die Manserbuebe mussten sich wieder neu finden.

Gemeinsame Auftritte mit Nella Martinetti

Bereits kurz nach der Gründung folgte der erste Fernsehauftritt in der Sendung «Diräkt us» von Wysel Gyr in Steckborn. Es folgten gemeinsame Auftritte mit Nella Martinetti, Monika Kälin, Kliby und Caroline, den Alderbuebe und vielen mehr. «Das waren immer interessante Anlässe», sagt Reto Holenstein, «aber am liebsten spielten wir mitten im Publikum». Ein weiterer Meilenstein sei 2014 gewesen, «als wir nach 30 Jahren endlich die erste CD herausbrachten», fügt Holenstein hinzu. Ab dem Jahr 2000 wurde der Nachwuchs in die Band integriert. Seit 2006 bestehen die Manserbuebe aus Sepp, Franz und Res Manser, Reto Holenstein sowie Roger Manser (Sohn von Franz), Tobias Manser (Sohn von Sepp) und Philipp Manser (Sohn von Res).

Nun sei der Moment gekommen, um allen Danke zu sagen. Reto Holenstein spricht das Manserbuebe-Fest am Pfingstmontag an. 34 Jahre lang musizierten die geselligen Manserbuebe und sorgten für gute Stimmung. «Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen an zahlreiche gemütliche Feste und tolle Begegnungen», sagt er. Die Manserbuebe blicken gerne zurück, sie freuen sich aber ebenso auf das baldige Rentnerleben. «Und darauf, Grosselternaufgaben zu übernehmen.»

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