stettfurt

Die Mängelliste ist lang: Stettfurter stimmen über Sanierung dreier Schulliegenschaften ab

Die Stettfurter Primarschulbehörde bringt am 3.Dezember zahlreiche Sanierungsarbeiten an die Urne.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Auf dem Stettfurter Schulareal sind drei Gebäude sanierungsbedürftig. Der Kreditantrag der Schulbehörde beläuft sich auf 1,3 Millionen Franken.

Auf dem Stettfurter Schulareal sind drei Gebäude sanierungsbedürftig. Der Kreditantrag der Schulbehörde beläuft sich auf 1,3 Millionen Franken.

Bild: Donato Caspari
Roland KellerSchulpräsident

Roland Keller
Schulpräsident

(Bild: ZVG)

«Es ist fünf nach zwölf!» Diese plakative Aussage stammt von Roland Keller. Der Stettfurter Primarschulpräsident meint damit die Dringlichkeit diverser Sanierungs- und Umbauarbeiten an drei Liegenschaften, welche seine Behörde am 13.Dezember an der Urne unterbreitet.

Angesichts der Vielzahl an baulichen Massnahmen, welche die Schulgemeinde ausführen lassen will, mutet der Kreditantrag in Höhe von knapp 1,3 Millionen Franken nicht überrissen an. In den Gemeindenachrichten schreibt die Schulbehörde, dass sich durch «jahrelangen Aufschub der regelmässigen Unterhaltsarbeiten ein grosser Investitionsrückstand» gebildet habe, der mit dem jährlichen Unterhaltsbudget nicht mehr zu bewältigen sei. Auf Nachfrage erklärt Keller den besagten Aufschub damit, dass man, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, lange Zeit auf das jedoch 2015 an der Urne versenkte Projekt «Schulraumerweiterung mit neuer Mehrzweckhalle» gesetzt habe.

Zu den dringenden Unterhaltsarbeiten zählt die Behörde unter anderem Verputzschäden im Untergeschoss des «Historischen Schulhauses» sowie die Sanierung der Elektroinstallationen im Gemeindezentrum und die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED. «Für manche alten Lampen finden wir nicht mal mehr Glühbirnen», sagt Keller. Zudem habe das Starkstrominspektorat der Schule eine mehrseitige Mängelliste zugestellt.

Es sind jedoch nicht bloss bauliche Mängel, welche die Schulbehörde umtreiben – die Sicherheit tut es ebenso. So braucht die Treppe des einen Notausganges der Turnhalle und jene zu den Toiletten im Untergeschoss des «Historischen Schulhauses» ein unfallsicheres Geländer. Vor allem aber: Das Gemeindezentrum genügt dem geforderten Brandschutzkonzept, einem neuen Evakuierungskonzept und weiteren Sicherheitsbestimmungen nicht mehr. «Es ist schwierig, den Antrag finanziell zu entschlüsseln», sagt Keller. «Aber wir schätzen, dass 700000 bis 800000Franken der 1,3 Millionen alleine auf die zwingende und überfällige Umsetzung von kantonalen Auflagen entfallen.»

Schliesslich weisst Keller darauf hin, dass diese Investition in die Anlage keine Steuererhöhung zur Folge haben wird, und dass ein adäquater Neubau rund 7,7 Millionen Franken kosten würde.

Hinweis
Infoanlässe: Samstag, 28.November, 10-12Uhr, Donnerstag, 3.November, 18-20.30Uhr, Gemeindezentrum.