Die Lagerhallen am Wängemer Ortseingang verschwinden

Der Wängemer Gemeinderat hat den Gestaltungsplan Webereiareal Süd in Kraft gesetzt.

Olaf Kühne
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Anstelle der alten Lagerhallen zwischen Wilerstrasse und Murg soll eine Wohnüberbauung entstehen.

Anstelle der alten Lagerhallen zwischen Wilerstrasse und Murg soll eine Wohnüberbauung entstehen.

(Bild: Olaf Kühne, 3. Februar 2017)

Lange Zeit war es ruhig um die geplante Wohnüberbauung am Wängemer Ortseingang. Auf dem südlichen Webereiareal, zwischen Murg und Wilerstrasse, sollen dereinst die alten Lagerhallen verschwinden. An ihrer Stelle will die Wittenbacher Immobilienfirma WIM AG Wohnungen bauen. Doch bis die Bagger auffahren, waren und sind noch einige politische Hürden zu nehmen. Eine davon stellte sich als niedrig heraus: Im Februar 2017 genehmigte die Gemeindeversammlung mit nur wenigen Gegenstimmen die Umzonung der fraglichen Parzelle von der Industriezone in die Wohn- und Gewerbezone WG3. Sprich, hier darf dreigeschossig gebaut werden.

Thomas GoldingerGemeindepräsident Wängi

Thomas Goldinger
Gemeindepräsident Wängi

(Bild: Olaf Kühne)

Die nächste Hürde sollte sich als höher herausstellen: der Gestaltungsplan. Wie der Wängemer Gemeinderat mitteilt, gingen zwei Einsprachen ein. Eine wurde zurückgezogen, die andere vom Gemeinderat abgewiesen, wogegen der Einsprecher beim kantonalen Departement für Bau und Umwelt Rekurs erhob, welcher zwischenzeitlich dort ebenfalls abgewiesen wurde. «Konkret ging es nicht um den Gestaltungsplan per se», präzisiert Gemeindepräsident Thomas Goldinger auf Anfrage, «sondern um die sogenannte Gewässerraumlinie.»

Es ist denn auch die spezielle Lage unmittelbar an der Murg, welche das Areal für die Investorin WIM AG attraktiv macht. Im Gespräch mit unserer Zeitung schwärmt CEO Marc Spitz: «Es ist einerseits die südliche Ausrichtung zum Bach und in die freie Natur, andererseits in unmittelbarer Fussdistanz der Bahnhof sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten.» Dazu kämen noch mit Münchwilen und Matzingen/Wängi gleich zwei Autobahneinfahrten, welche in wenigen Minuten erreichbar seien, was den Standort zusätzlich interessant mache.

«Für uns geht es nun als Nächstes an die Detailplanung», sagt Marc Spitz. Detailliert äussern kann und will sich der Immobilienunternehmer zwar noch nicht. «Ich gehe aber davon aus, dass der Wohnanteil bei Weitem überwiegen wird.» Mit dem Baustart rechnet Spitz frühestens im Sommer 2021. Schliesslich wartet mit dem Baubewilligungsverfahren eine weitere Hürde auf das Vorhaben.

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