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Die Lärmbelastung über dem Hinterthurgau bleibt stabil

Trotz mehr Fluglärmereignissen ist die Lärmbelastung im Hinterthurgau im Jahr 2018 in den sensiblen Nachtstunden stabil geblieben.
Ein Flugzeug der Swiss. (Bild: PD)

Ein Flugzeug der Swiss. (Bild: PD)

(red) Das schreibt das kantonale Departement für Bau und Umwelt (DBU) in einer Mitteilung von Mittwoch. Es hat den Jahresbericht 2018 des Fluglärmmonitorings Hinterthurgau auf seiner Webseite publiziert.

Die Messstation neben einer Wohnzone in Balterswil erfasste im vergangenen Jahr in den Nachtstunden von 22 bis 24 Uhr total 3571 Fluglärmereignisse. Das seien 666 mehr als im Vorjahr und damit fast gleich viele wie im Jahr 2016. In der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr wurden 2 717 Fluglärmereignisse erfasst (2016: 2 581, 2017: 2 168), in der zweiten Nachtstunde von 23 bis 24 Uhr 854 (2016: 946, 2017: 737).

Entlastung in der zweiten Nachtstunde

Der Lärmbelastungspegel ist demgegenüber stabil geblieben, weil sich vor allem die Anzahl der leiseren Ereignisse erhöht hat, schreibt das DBU weiter in der Mitteilung. Die Belastung in der ersten Nachtstunde liegt konstant bei 43 dB (A), in der zweiten Nachtstunde kam es erneut zu einer Entlastung mit neu 38 dB (A) (2016: 42, 2017: 39). Dieser Wert wurde letztmals im Jahr 2010 verzeichnet, hält das DBU in seiner Mitteilung von Mittwoch fest.

Zusätzlich zur Berechnung der fachtechnisch gängigen Jahresdurchschnittswerte werden im Fluglärmmonitoring auch die Maximalpegel der einzelnen Fluglärmereignisse dokumentiert. In beiden Nachtstunden erreichte nur rund ein Fünftel aller erfassten Überflüge einen Maximalpegel über der sogenannten «Aufwachschwelle» von 60 dB (A). In der zweiten Nachtstunde war es 2016 noch die Hälfte gewesen. Das lauteste Fluglärmereignis erzeugte einen Maximalpegel von 79 dB (A), schreibt das DBU.

Swiss mit Flügen nach Hongkong und Singapur

In der ersten Nachtstunde werden rund 20 Prozent und in der zweiten Nachtstunde rund 73 Prozent aller Fluglärmgeräusche durch Starts ab dem Flughafen Zürich verursacht. In den meisten Fällen handelt es sich um Flüge der Swiss: jeweils mit einer Boeing 777-300ER nach Hongkong und Singapur (rund 50 Prozent der Fluglärmgeräusche) und einem Airbus A330-300 in die israelische Metropole Tel Aviv (rund 18 Prozent der Fälle).

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