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Kurze Fahrt zum halben Preis: Vorstoss fordert Kurzstreckenbillette für Frauenfelder Stadtbus

Für kurze Strecken ist ein Stadtbus-Einzelbillett zu teuer. Das meinen die CH-Gemeinderätinnen Anita Bernhard, Sandra Kern und Salome Scheiben. Mit einer Motion wollen sie das ändern.
Mathias Frei
Bahnhof Frauenfeld: zentraler Umsteigeort für alle Stadtbuslinien. (Bild: Andrea Stalder)

Bahnhof Frauenfeld: zentraler Umsteigeort für alle Stadtbuslinien. (Bild: Andrea Stalder)

Salome Scheiben, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

Salome Scheiben, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

Innert einer Minute hat man in Frauenfeld 3,20 Franken ausgegeben. Denn so viel kostet ein Einzelbillett des Stadtbusses vom Schlosspark zum Alterszentrum Park. Das sind zwei Haltestellen Fahrt und Luftlinie knapp 600 Meter. «Besonders für ältere und gehbehinderte Menschen bedeuten diese hohen Ticketpreise für Einzelfahrten eine enorme finanzielle Belastung», heisst es in der kürzlich eingereichten Motion «Stadtbustarife» der CH-Gemeinderätinnen Anita Bernhard, Sandra Kern und Salome Scheiben. Nebst den drei Motionärinnen haben elf Gemeinderäte den Vorstoss mitunterzeichnet. «Um der erfolgreichen Umsetzung des Mobilitätskonzepts einen Schritt näherzukommen», wie der Motion zu entnehmen ist.

Sandra Kern, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

Sandra Kern, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

Die Motion fordert für die Ostwind-Zone 921 (Frauenfeld) die Einführung eines Kurzstreckentarifs – für eine Fahrt über maximal fünf Stationen. Ein solches Billett soll «zum halben Preis einer Einzelfahrkarte erhältlich» sein. Das wären bei den aktuellen Tarifen also 1,60 Franken für eine Kurzstrecke, mit Halbtax-Abo 1,30 Franken.

Gemeinderat entscheidet über Tarifsubventionen

Der Tarifverbund Ostwind, zu dem auch der Stadtbus Frauenfeld gehört, gibt Tarife vor. Kantone und Gemeinden können diese nach eigenem Gutdünken subventionieren. Die Höhe der Subventionen ist ein politischer Entscheid, den in Frauenfeld der Gemeinderat trifft. Seit der Preiserhöhung per Dezember 2016 werden in Frauenfeld nur noch Einzelbillette, Mehrfahrtenkarten, Monats- und Jahresabonnements für Kinder unter dem Ostwind-Tarif abgegeben.

Anita Bernhard, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

Anita Bernhard, Gemeinderätin CH. (Bild: PD)

«Erklärtes Ziel des Frauenfelder Mobilitätskonzepts 2030 ist, dass der ÖV und somit auch der Stadtbus 40 Prozent des Mehrverkehrs übernimmt», schreiben die Motionärinnen. Deshalb müsse der ÖV «nicht nur in jeder Hinsicht attraktiv gestaltet sein, sondern zusätzlich mit diversen Anreizen an Zugkraft gewinnen». Die Zielgruppen müssten erweitert werden. Das hiesse, dass Personen, «die vormals mit dem Auto unterwegs waren, vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen».

«Neuer Tarif zieht neue Kunden an»

Die Motionärinnen gehen nicht davon aus, dass es für den Stadtbus durch den Kurzstreckentarif zu finanziellen Einbussen kommt. Vielmehr zeigten sie sich gemäss Motion überzeugt, dass der neue Tarif neue Kunden anziehen würde.

«Ein Kurzstreckenbillett würde eine Lücke füllen und die Erfolgsaussichten des Frauenfelder Stadtbusses weiter erhöhen.»

Im Tarifverbund Ostwind und im Zürcher Verkehrsverbund gibt es Zonen, in denen es Kurzstreckentarife gibt, etwa in den Städten St. Gallen und Winterthur. In St. Gallen kostet eine Fahrt über maximal fünf Stationen 2,40 Franken, mit dem Halbtax wird es 20 Rappen günstiger. In Winterthur zahlt man für ein Kurzstreckenbillett 2,70 Franken (Halbtax: 2,30 Franken). In beiden Fällen beträgt die Gültigkeitsdauer aber nur 30 Minuten. Wer heute ein Einzelticket für den Frauenfelder Stadtbus kauft, kann damit eine Stunde lang fahren. Zum Vergleich: Mit dem Zug von Frauenfeld nach Winterthur sind es 9,80 Franken (Halbtax: 4,90 Franken), in der Gültigkeitsdauer von zwei Stunden inbegriffen sind Stadtbusfahrten in Frauenfeld und Winterthur.

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