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Die Kunst der letzten Chance in Frauenfeld

Zehn Schülerinnen und Schüler der Time-Out-Klasse gestalteten aus Ton, Glas und Farbe Kunstwerke nach den Texten und Liedern von Martin Suter und Stephan Eicher. Zu sehen sind die Arbeiten in der Kantonsbibliothek.
Stefan Hilzinger
Letzte Ausstellung der Time-out-Klasse in der Kantonsbibliothek. von links nach rechts: Zoja, Njomza, Niclas, Shania und Marsola .(Bild: Andrea Stalder)

Letzte Ausstellung der Time-out-Klasse in der Kantonsbibliothek. von links nach rechts: Zoja, Njomza, Niclas, Shania und Marsola .(Bild: Andrea Stalder)

Die Vernissage ist eine Derniere: Die Austellung «Song-Art» ist die letzte von Franziska Stöckli und ihren Schützlingen der Frauenfelder Time-Out-Klasse. Während des vergangenen Schuljahres widmeten sich die zehn Schülerinnen und Schüler dem Songbook, dem aktuellen Projekt des Sängers Stephan Eicher und des Schriftstellers Martin Suter. Am Freitag laden die Schüler zur Ausstellungseröffnung in die Kantonsbibliothek.

Ein tönerne Ménage-à-trois

«Ich weiss nid, was es isch», ist eines der bekannten Lieder aus dem Songbook. Inspiriert davon griffen die Time-Outler zu Pinsel und Farben. Die sind auf Stafeleien im Vortragsraum zu sehen. Der selbstironische Bezug zum Titel des Liedes ist bei den fröhlich-bunten, abstrakten Bildern offensichtlich. Zum Lied «Für immer» arbeiteten die Jugendlichen mit Ton. Die Liebe als Motiv des Songs zeigt sich in schlanken Gestalten, Mann und Frau, einmal gar als tönerne Ménage-à-Trois. Um Gefühle und Wünsche geht es im Lied «Driisg Jahr». «E chli Fröid», «E chli Wuet» und so weiter steht auf textilen Manschetten um Blumenvasen. Glück, Gesundheit, Freude, Spass und Liebe wünschen sich auch die Time-Out-Schüler in ihrem Leben. Die Aus-zeit in der Klasse im Kurzdorf ist für sie die letzte Chance, die Kurve Richtung Schulabschluss und Ausbildung noch hinzukriegen.

Nach dem Motto «Kunst statt Krawall»

Die Kunstprojekte samt öffentlicher Ausstellung waren in den vergangenen Jahren fester Bestandteil des Unterrichts, nach dem Motto «Kunst statt Krawall». An vier bis sechs Halbtagen pro Projekt widmeten sich die Schüler ihren Arbeiten, im Rahmen des Werk- und Zeichenunterrichtes. Ausser an ihren Werken freuen sich die Schüler auch, dass sie nach Abschluss ihrer Auszeit den Rank gefunden haben. Einige fangen nach den Sommerferien eine Lehre an, etwa als Verkäuferin oder als Bäckerin, andere kehren in ihre frühere Schule zurück, um dort die Schulzeit in geordneten Bahnen zu Ende zu führen.

Vernissage in der Kantonsbibliothek

Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 15. Juni, 17 bis 20 Uhr, in der Kantonsbibliothek, die Laudatio hält der Frauenfelder Soziologe Matthias Peters um 18 Uhr. Geöffnet am Samstag, 16. Juni, von 9 bis 14 Uhr, am Montag, 18. Juni, von 14 bis 18 Uhr und am Dienstag, 19. Juni, von 10 bis 18 Uhr.

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