Die katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPlus holt Erstkommunionen nach

Aufgeschoben, nicht aufgehoben: 87 junge Katholiken durften in Frauenfeld coronakonform die erste Kommunion empfangen.

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Vor der Stadtkirche St. Nikolaus: eine von sechs Erstkommunionsgruppen von katholisch FrauenfeldPlus.

Vor der Stadtkirche St. Nikolaus: eine von sechs Erstkommunionsgruppen von katholisch FrauenfeldPlus.

Bild: PD

(red) Sie waren gut vorbereitet, die Gebete und Lieder konnten sie auswendig. Anfang März hätten 87 Drittklässler der Pfarrei St. Anna aus dem Einzugsgebiet der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus Erstkommunion feiern sollen. Aber es kam alles anders. Zur Eindämmung der Pandemie wurden die Schulen geschlossen, und es durften keine Gottesdienste mehr stattfinden. So heisst es in einer Mitteilung der Kirchgemeinde. «Jetzt waren Ideen gefragt: Wie bleiben wir mit den Kindern in Kontakt?» Das sei mit der «Relipost» gut gegangen.

Dann sei die Frage aufgekommen, wann die Erstkommunion dann wirklich stattfinden kann.

«Noch vor den Sommerferien, im Herbst oder erst im Frühjahr 2021?»

Aus organisatorischen Gründen sei alsbald klar geworden, dass die Feiern nicht mehr vor den Sommerferien stattfinden konnten. Gäste wollten eingeladen werden, dabei waren die Grenzen immer noch teilweise geschlossen. In der Medienmitteilung ist zu lesen:

«Sobald wieder Feiern möglich waren, begann für uns das Suchen von Terminen.»

Aber es seien neue Fragen aufgetaucht: Sind die Feiern während den normalen Gottesdiensten möglich, es sollten ja auch Gäste teilnehmen können? Welche Alternativen würden in Frage kommen?

Sechs Gottesdienste für die sechs Gruppen

So fiel der Entscheid, die Kommunion coronakonform in sechs Gruppen zu feiern, die Gottesdienste ausserhalb der Reihe auf den Samstagvormittag zu legen und nur mit den Familien zu feiern. Dadurch konnten auch mehr Gäste eingeladen werden. Man sei froh gewesen, dass für alle sechs Erstkommunionen Termine in der Pfarrei gefunden werden konnten.

«Das war nicht so einfach nebst all den Hochzeiten und Taufen, die auch nachgeholt wurden.»

Letztlich ging es darum, ein griffiges Schutzkonzept zu erstellen. Da nur jede zweite Bank benutzt werden konnte, war klar, dass nebst Eltern und Geschwistern nur wenige Gäste an der Feier teilnehmen konnten. «So erhielten die Familien Tickets, ohne diese konnte man nicht in die Kirche», heisst es in der Mitteilung. Mit der Einhaltung der notwendigen Hygienemassnahmen und viel organisatorischem Aufwand konnten alle Gottesdienste durchgeführt werden. Und die Kinder hätten ein schönes Fest feiern können – passend zum Thema «Jesus ich vertraue dir».