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Die Islikoner Medizinaltech-Firma Jossi AG hebt umsatzmässig ab

Die Traditionsfirma im Medizinaltech-Bereich wird ihren Umsatz heuer um fünf auf 35 Millionen Franken steigern können. Schlechter geht es der Schwesterfirma.
Mathias Frei
Der Sitz der Jossi Holding AG am Dorfrand von Islikon. (Bild: Donato Caspari)

Der Sitz der Jossi Holding AG am Dorfrand von Islikon. (Bild: Donato Caspari)

«Wir sind in der Summe zufrieden.» Armin Jossi, Inhaber der Jossi Holding AG, gibt sich ob des aktuellen Geschäftsgangs seiner Medizinaltech-Gruppe bescheiden. Dabei geht es der Jossi AG, der einen von zwei Firmen der Holding, hervorragend.

«Bereits jetzt steht fest, dass die Jossi AG dieses Jahr einen Umsatz von 35 Millionen Franken erreichen wird.»

Dies erklärt Jossi. Das sind fünf Millionen mehr als im Vorjahr – ein Wachstum von knapp 17 Prozent. Die Jossi AG, die Präzisionsgeräte für die Medizinaltechnik entwickelt und auch fertigt, habe einige neue Projekte aquirieren können. Und Jossi erwartet für die kommenden Jahre weiteres gemässigtes Wachstum.

Zwei Firmen unter einem Dach

Zur Jossi Holding AG gehören zwei in Islikon ansässige Firmen, die beide auf dem Gebiet der Medizinaltechnik tätig sind und gemeinsam 150 Mitarbeiter und Lehrlinge beschäftigen. Die im Jahr 1957 gegründete Jossi AG entwickelt und fertigt Präzisionsgeräte im Kundenauftrag. Sie ist an drei Standorten tätig: in Islikon, Wängi sowie mit einer Tochterfirma in Tschechien. Die Jossi Orthopedics AG ging 2009 aus der Jossi AG hervor. Sie produziert Komponenten für orthopädische Implantate, wobei innovative Fertigungstechnologien eingesetzt werden. (red)

Herausforderung, gutes Personal zu finden

Der Erfolg bringt mit sich, dass der Mitarbeiterbestand von aktuell 120 Personen im Laufe dieses Jahres um zehn Vollzeitstellen ausgebaut wird. Jossi sagt:

«Aufgrund des aktuell sehr ausgetrockneten Arbeitsmarktes bildet die Rekrutierung von Fachpersonal gegenwärtig und bis auf weiteres unsere grösste Herausforderung.»

Die Umsatzsteigerung wurde, wie Armin Jossi erklärt, durch die Übernahme des Systembaugeschäfts der Schwyzer Firma Faes und einer Faes-Tochterfirma in Tschechien im Jahr 2016 ermöglicht. «Im Medtech-Bereich ist man mit hohen Fixkosten konfrontiert. Um erfolgreich zu wirtschaften, braucht man einen gewissen Umsatz.»

Armin Jossi , Inhaber der Jossi Holding AG. (Bild: Donato Caspari)

Armin Jossi , Inhaber der Jossi Holding AG. (Bild: Donato Caspari)

Umsatzmässig ist die Jossi AG äusserst erfolgreich unterwegs. Anders sieht es bei der Jossi Orthopedics AG aus, die auch zur Holding gehört und 2009 aus der Jossi AG hervorging. «Bei der Orthopedics AG haben wir den Break-even nie erreicht.» Die «kleine Schwester» der Jossi AG wird heuer auf 4,5 Millionen Umsatz kommen.

«Aufgrund dieser Konstellation hat die Leitung der Firmengruppe beschlossen, sich ab 2020 vollständig auf das Geschäft des Präzisionsgerätebaus zu konzentrieren.»

Die Holding wird die Orthopedics AG vom Markt zurückziehen. Der schwierige Geschäftsgang der Orthopedics AG hat laut Jossi drei Gründe. So nehme die Regulationsdichte in dieser Branche stetig zu. Das wiederum führe zu einem beschränkten Innovationspotenzial. Zudem setzten Kunden vermehrt auf einen Lieferanten, der alle Bereiche abdecke, statt auf mehrere kleine spezialisierte Lieferanten. Armin Jossi bedauert diesen Schritt. «Der Orthopädie-Bereich war doch 40 Jahre lang Teil der Firma. Da stecken viele Emotionen drin.»

Weiterbeschäftigung in Firmengruppe möglich

Bei der Orthopedics AG sind rund 25 Personen beschäftigt. Sie haben eine Beschäftigungsgarantie bis Ende Jahr. Und wenn sie bis dann bleiben, erhalten sie auch eine Halteprämie. Den Zeitpunkt des Marktrückzugs erachtet Jossi als richtig. «Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsgangs können wir den meisten Mitarbeitern innerhalb der Firmengruppe eine Weiterbeschäftigung anbieten.»

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