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Die Helden des Kantons Thurgau

Auf nationaler Ebene gibt es bereits den Held des Alltags. Mit dem Ehrentitel wird Freiwilligenarbeit gewürdigt. Nun will Benevol Thurgau nachziehen, und denkt dabei auch an die Jugend.
Christof Lampart
Sabine Peter Köstli sucht einen Sponsor für die Ehrung der Freiwilligenarbeit. (Bild: Andrea Stalder)

Sabine Peter Köstli sucht einen Sponsor für die Ehrung der Freiwilligenarbeit. (Bild: Andrea Stalder)

Andere Kantone wie Schaffhausen oder St. Gallen sind schon deutlich weiter in Bezug auf die Auszeichnung der Freiwilligenarbeit. «Wir können uns an deren Konzepten orientieren und dann daraus etwas Eigenes für uns ableiten und auf die Beine stellen», sagt Sabina Peter Köstli, Geschäftsführerin von Benevol Thurgau, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit in Weinfelden. Der CVP-Kantonsrätin aus Ettenhausen ist das vermehrte Bekanntmachen der Freiwilligenarbeit, deren Möglichkeiten und Nutzen ein Herzensanliegen.

Freiwilligenarbeit ist rückläufig

Die Idee eines Preises für geleistete Freiwilligenarbeit wäre nicht neu, wohl aber dessen Vergabe im Thurgau. Zwar wurde den nationalen Helden des Alltags-Preisträgers aus dem Thurgau schon jetzt im Rahmen der jährlichen Benevol Thurgau-Generalversammlung durch den Vorstand oder den zuständigen Regierungsrat gedankt. Doch ein eigener Preis, da ist sich Sabina Peter Köstli sicher, «würde dem Ganzen einen offiziellen Anstrich und noch mehr gesellschaftliches Gewicht verleihen». Und das sei auch dringend notwendig, denn «die Freiwilligenarbeit ist nicht nur im Wandel, sondern auch rückläufig», wie Peter weiss.

Gerade um der Freiwilligenarbeit mehr Flair zu verleihen und ihr zugleich neue Helfer zuzuführen, wäre so ein Preis ein gutes Marketinginstrument. Für Peter steht denn auch fest: «Freiwilligenarbeit ist das Fundament unserer Gesellschaft. Denn zum einen fördert sie den sozialen Zusammenhalt, und zum anderen spart der Staat enorme Kosten, die er sich sonst gar nicht leisten könnte.» Dies bestätigten die entsprechenden Zahlen des Bundesamtes für Statistik vom Sommer 2017. Würde man die gesamthaft geleistete Freiwilligenarbeit gleichmässig auf die ganze Wohnbevölkerung der Schweiz verteilen, so käme man je Person und Monat auf 2,4 Stunden.

Knappe Ressourcen bremsen Umsetzung

Der Preis, dessen Name noch nicht feststeht, könnte «Prix Benevol Thurgau» heissen, «Thurgauer Held des Alltags» oder «Von Thurgauern für Thurgauer». Vor wenigen Wochen lud Benevol Thurgau an Freiwilligenarbeit interessierte Thurgauer Persönlichkeiten zu einem Kaminfeuergespräch ein. Bei der Etablierung des Preises befindet man sich noch lange nicht. «Wir haben beim Gespräch erkannt, dass ein solcher Preis Sinn machen würde, doch leider sind wir gegenwärtig personell mit rund 90 Stellenprozenten, die sich auf vier Personen verteilen, bezüglich der Umsetzung nicht gerade üppig dotiert, und dasselbe gilt auch für unsere knappen Finanzen», umschreibt Sabina Peter Köstli die Situation.

Sie hofft deshalb auf einen grosszügigen Sponsor, welcher den Preis mit einer ansehnlichen Summe ausstattet – der Schaffhauser Prix Benevol ist beispielsweise mit 5000 Franken Preisgeld dotiert. «Wir würden uns sehr gerne umgehend an die Arbeit machen», bekräftigt Peter. Auf jeden Fall wird der Weg in bislang kleinen, aber steten Schritten weiterverfolgt: «Anfangs Januar legen wir in einer Vorstandssitzung unsere Strategie fest – und danach sehen wir weiter.»

Dank an selbstlose Helfer

Dass sie den Prix Benevol Thurgau am liebsten sofort realisiert wüsste, verhehlt Peter nicht. «Ich finde, dass es wichtig ist, dass man jenen Menschen danke sagt, die sich für andere selbstlos engagieren.» Dabei denkt sie nicht nur, aber insbesondere auch an die Jugend. «Jugendliche, die sich zum Wohle der Gesellschaft einsetzen, tun dies meistens auch später. Von daher fänden wir es erfolgsversprechend, wenn man nebst einem generellen auch einen Prix Benevol für die Jungen ausrichten könnte, mit dem wir aufzeigen könnten, wie lässig Freiwilligenarbeit ist.»

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