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Die Grösste will gross bleiben: Die SVP Frauenfeld vor den Gemeinderatswahlen

Seit 20 Jahren ist die SVP mit zehn Sitzen im Gemeinderat vertreten. Minimalziel für den 31. März ist, diese Mandate zu halten. Die wählerstärkste Partei will auch in Zukunft Verantwortung übernehmen.
Mathias Frei
Kürzlich beim jährlichen Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet auf der Grossen Allmend: 13 von 20 Kandidaten der SVP-Liste. (Bild: Donato Caspari)

Kürzlich beim jährlichen Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet auf der Grossen Allmend: 13 von 20 Kandidaten der SVP-Liste. (Bild: Donato Caspari)

Schwinger müssen bodenständig sein und anpacken, wollen sie Erfolg haben. In der Politik ist das nicht anders. Die SVP-Stadtpartei hat sich nicht zuletzt deshalb «Apackä» als Leitmotiv für die Gemeinderatswahlen gegeben. Die Wahlbroschüre kommt in Form einer Schwingerhose daher, passend dazu fand die Nominationsveranstaltung in der Schwinghalle auf der Kleinen Allmend statt. SVP-Wahlkampfleiter und Gemeinderat Romeo Küng wirkt zudem im OK des Kantonalschwingfests diesen Frühling ebenfalls auf der Kleinen Allmend mit.

«Wir treten mit einer ausgewogenen Liste an, neun der aktuell zehn Gemeinderäte treten wieder an.»

Diese Kontinuität sei wichtig, gerade wenn es um die Arbeit in den Kommissionen gehe, sagt Wahlkampfleiter Küng. Und er gibt als Minimalziel für den 31. März an, diese zehn Mandate sicher halten zu können. Fraktionspräsident Christoph Tschanen sagt: «Natürlich würden wir einen elften Sitz nehmen. Aber auch die zehn Sitze zu halten, ist eine Leistung.»

Rechtsbürgerlich, aber vor allem lösungsorientiert

Die SVP-Stadtpartei und ihre Gemeinderäte stünden für Politik im Sinne der Thurgauer SVP ein, sagt Tschanen.

«Klar, wir sind rechtsbürgerlich, aber wollen konstruktiv, lösungs- und konsensorientiert an Frauenfelds Zukunft arbeiten.»

Deshalb gelte es, als grösste Partei und Fraktion im Gemeinderat auch in Zukunft politische Verantwortung zu übernehmen.

Nummer 4 – SVP: 17 Männer, drei Frauen, im Schnitt 41 Jahre alt

Andreas Elliker, bisher (1986, selbstständiger Meisterlandwirt); Christoph Tschanen, bisher (1973, Bauunternehmer); Christoph Keller, bisher (1960, Sekundarlehrer); Kurt F. Sieber, bisher (1954, Berufsunteroffizier a.D., Vermessungszeichner EFZ); Christa Zahnd, bisher (1980, Kaufmännische Angestellte); Thomas Gemperle, bisher (1984, Software-Ingenieur, Software-Entwickler); Severine Hänni, bisher (1985, Eidg. Dipl. Wirtschaftsprüferin); Romeo Küng, bisher (1961, Polizist, stellvertretender Dienstchef Kantonale Notrufzentrale); Andres Storrer, bisher (1984, Geschäftsführer, Baumpflegespezialist FA); Thomas Montanus (1986, Gestalter Werbetechnik EFZ, Inhaber/Geschäftsführer); Carlo Staub (1985, Dipl. Immobilienökonom FH, Geschäftsführer); Lisa Badertscher-Zünd (1991, Physiotherapeutin); Marcel Egg (1969, Automechaniker); Werner Füllemann (1965, Schreiner, Geschäftsinhaber); Daniel Geeler (1981, Staatsanwalt); Hanspeter Gubler (1968, Schreiner, Servicetechniker); René Gubler (1971, Meisterlandwirt, Betriebsleiter); Andreas Kunz (1985, Meisterlandwirt, Landmaschinenmechaniker); Thomas Schwarz (1987, Eidg. Dipl. Wirtschaftsprüfer, M.A. HSG); Oliver Straub (1989, Teamleiter Account Management). (red)

Seit 20 Jahren ist die SVP grösste Partei und Seniorpartnerin in der grössten Fraktion. 1999 konnte man von sechs auf zehn Sitze aufstocken. Seither bildete die SVP bis 2015 eine grosse Fraktion mit EDU und FDP, die vergangene Legislatur noch mit der EDU.

Zuletzt gab es Annäherungen seitens Freisinn. So hatte FDP-Präsident Roman Pulfer für die Stadtratswahlen den bürgerlichen Schulterschluss ausgerufen. Ob das wieder auf eine grosse Fraktionsgemeinschaft an der Fensterseite hinausläuft, kann Fraktionspräsident Tschanen derzeit nicht sagen. Man müsse zuerst die Gemeinderatswahlen abwarten. Er könne aber sagen:

«Die vergangenen vier Jahre haben wir uns wohlgefühlt in einer Fraktion mit der EDU.»

Die Listenverbindung mit der EDU steht schon, die Fraktion in derselben Zusammensetzung dürfte folgen.

Das höchste Ehrenamt und ein alter Bekannter

Vertritt die SVP neu im Stadtrat: Andreas Elliker. (Bild: Andrea Stalder)

Vertritt die SVP neu im Stadtrat: Andreas Elliker. (Bild: Andrea Stalder)

Auf der Liste 4 steigen 20 Personen in die Schwinghosen. «Bei uns will jede und jeder gewählt werden», sagt Wahlkampfleiter Küng. Dass es auf der Liste aus allen Frauenfelder Quartieren und Ortsteile Personen hat, sei ebenso wichtig gewesen wie die Ausgewogenheit bei den Berufen: vom Unternehmer und der Verwaltungsangestellten über den Lehrer, den Landwirt und die Wirtschaftsprüferin bis zur Physiotherapeutin und dem Polizisten. Die Kandidaten sind zwischen 28 und 65 Jahre alt, im Schnitt 41-jährig.

Tritt nach 34 Amtsjahren nicht mehr an: Robert Zahnd. (Bild: Reto Martin)

Tritt nach 34 Amtsjahren nicht mehr an: Robert Zahnd. (Bild: Reto Martin)

Drei Frauen stehen 17 männlichen Kandidaten gegenüber. «Wir haben versucht, mehr Frauen auf die Liste zu holen. Aber das ist nicht so einfach», sagt Küng. Zumindest kommt die SVP heuer mit Severine Hänni zum höchsten politischen Ehrenamt Frauenfelds, dem Gemeinderatspräsidium. Nach 34 Amtsjahren fehlt Robert Zahnd auf der Liste: ein grosser Verlust für die SVP. Nach der erfolgreichen Wahl in den Stadtrat ist auch Andreas Elliker nur noch theoretisch auf der Liste. Stimmen macht er gewiss noch einige, faktisch wird er auf seine Wiederwahl verzichten. Dafür ist ein alter Bekannter wieder auf der Liste. «René Gubler verspürt grosse Lust, sich wieder im Frauenfelder Gemeinderat einzubringen», erklärt Küng. Gubler sass 13 Jahre im Gemeinderat. Seit 2008 gehört er dem Thurgauer Grossen Rat an.

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