Die Gemeinde Wängi wirkt unverhofft der Krise entgegen

In Wängi beginnt die Sanierung der Heiterschenbrücke. Und bald auch die Renovation des Gemeindehauses.

Roman Scherrer
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Ein Kran platziert neben der Heiterschenbrücke das Holz-Provisorium für Fussgänger und Velofahrer.

Ein Kran platziert neben der Heiterschenbrücke das Holz-Provisorium für Fussgänger und Velofahrer.

(Bild: PD)

Hier geht’s vorwärts: Vergangenen Dezember bewilligten die Wängemer Stimmbürger die Kredite für die Sanierung der Heiterschenbrücke (930'000 Franken) und die Renovation des Gemeindehauses (1,5 Millionen Franken).

Die Arbeiten an der Brücke haben bereits begonnen, ab kommendem Montag bis etwa Anfang November wird sie gesperrt sein. Fussgänger und Velofahrer können in dieser Zeit auf einem kürzlich erstellten Provisorium aus Holz die Murg überqueren.

Die Sanierung der Brücke und des angrenzenden Strassenabschnitts seien ohnehin notwendig gewesen, erklärt Gemeindepräsident Thomas Goldinger. «Die Brücke dient unter anderem als Zufahrt ins Industrie- und Gewerbegebiet an der Murgstrasse. Gerade für Lastwagen war die Ein- und Ausfahrt aber nicht ideal.» Deshalb wird die Brücke verbreitert und der Einlenker in die Murgstrasse angepasst.

Viele Aufträge für das lokale Gewerbe

Im Juni startet auch die Renovation des Gemeindehauses. Die Aufträge an die Handwerker konnte der Gemeinderat vergeben – für fast 690'000 Franken gar an Wängemer Betriebe. Die Renovation komme in der Coronakrise «zum richtigen Zeitpunkt», schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. So könne sich die Gemeinde nun antizyklisch verhalten. Das sei sehr schön, aber auch reiner Zufall, betont Goldinger:

«Die Renovation war schon länger für dieses Jahr geplant.»

Für die Bauzeit – voraussichtlich bis Ende August – ziehen Einwohnerdienste und Steueramt in den im vergangenen Jahr geschlossenen Polizeiposten um. Wegen des Umzugs bleibt die Gemeindeverwaltung am Donnerstag, 4.Juni, und Freitag, 5. Juni, geschlossen.