Die Geburtenzahl im Thurgau ist leicht zurückgegangen

Im Jahr 2019 gab es im Kanton Thurgau etwas weniger Geburten als im Jahr zuvor. In der Tendenz steigen die Geburtenzahlen allerdings bereits seit eineinhalb Jahrzehnten – mit leichtem Auf und Ab.

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Eine freudige Nachricht für die Eltern.

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Bild: Ralph Ribi

(red) 360 Paare gaben sich 2019 das Jawort, 527 Ehen wurden geschieden.
2019 kamen 2884 Kinder mit Wohnsitz im Kanton Thurgau auf die Welt. Das sind rund 90 Neugeborene weniger als im Vorjahr (-2,9%). Trotz dieses Rückgangs nahmen die Geburtenzahlen in den letzten Jahren in der Tendenz zu. Im Vorjahr ist der Zuwachs bei den Geburten mit 5,8% recht deutlich ausgefallen. Dies geht aus einem soeben veröffentlichen Webartikel der Thurgauer Dienststelle für Statistik hervor.

Drei von vier sind mit Schweizer Nationalität

Die steigenden Geburtenzahlen wirkten sich auch auf die durchschnittliche Anzahl Kinder je Frau aus: zu Beginn des Jahrtausends bekamen Frauen im Schnitt 1,4 Kinder. Seit fünf Jahren liegt die sogenannte «zusammengefasste Geburtenziffer» bei 1,6 Kindern je Frau.

Heute bekommt «Frau» mit 30 ihr erstes Kind, im Jahr 2000 lag das Durchschnittsalter bei rund 28 Jahren. Drei von vier Neugeborenen waren schweizerischer Nationalität. Von den Kindern mit ausländischer Nationalität hatten 2019 am meisten die deutsche Staatsangehörigkeit (240 Kinder), gefolgt von Nordmazedonien (100 Kinder), Italien (80 Kinder), Portugal und Polen (je 50 Kinder).

Die Zahl der Todesfälle hat sich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: 2085 Menschen sind verstorben, dies sind 18 Personen mehr als ein Jahr zuvor.

Ehen halten länger als vor 20 Jahren

Die Zahl der Eheschliessungen ist im Thurgau seit Jahren recht konstant. Im Jahr 2019 gaben sich 1360 Paare das Jawort. 527 Ehen wurden geschieden, 40 mehr als im Vorjahr. Von den Scheidungen waren 391 unmündige Kinder betroffen, wie einem weiteren neu veröffentlichten Webartikel der Dienststelle für Statistik zu entnehmen ist. Im Schnitt halten Ehen heute länger als vor zwei Jahrzehnten. 2019 erfolgte jede dritte Scheidung nach mindestens 20 Ehejahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 hatten nur 16% der geschiedenen Paare eine Ehedauer von 20 Jahren oder mehr erreicht.

Die ausführlichen Webartikel stehen auf www.statistik.tg.ch bereit.