Die Frauenfelder Pumadamen Shiva und Shirin sind nach Dänemark gezogen

Der Plättli-Zoo hat die beiden Raubkatzen dem Krokodil-Zoo auf der dänischen Insel Falster abgegeben. Der Transport in einer klimatisierten Kiste dauerte zwölf Stunden.

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Die beiden Pumas in ihrer neuen Heimat in Dänemark. (Bild: PD)

Die beiden Pumas in ihrer neuen Heimat in Dänemark. (Bild: PD)

(red) Der Pumanachwuchs Shirin und Shiva aus dem Jahr 2018 hat den Plättli-Zoo in Richtung Dänemark verlassen. Bis es soweit war, musste einiges getan werden. So hatten die beiden Pumas unter anderem vor ihrer Reise ein Kistentraining zu absolvieren. Zunächst stand dabei die Kiste im Stall, und die Tiere konnten sie beschnuppern. Sobald die Pumas die Scheu davor verloren, wurde in der Kiste Futter angeboten, so dass die Tiere sie mit einem positiven Erlebnis verbanden.

Ladungssicherung im Plättli-Zoo. (Bild: PD)

Ladungssicherung im Plättli-Zoo. (Bild: PD)

Erst als die Pumas stressfrei in der Transportkiste untergebracht waren, kamen auch die Pfleger aus Dänemark dazu. Sie begleiteten Shirin und Shiva von der Schweiz in den Krokodil-Zoo auf der Insel Falster. Bereits am Tag nach ihrer zwölfstündigen Reise konnten die beiden Frauenfelder Pumas ihre neue Umgebung erkunden.

Ein zaghafter erster Blick aus der neuen Pumawohnung. (Bild: PD)

Ein zaghafter erster Blick aus der neuen Pumawohnung. (Bild: PD)

Obwohl die Tiere einen Wert darstellen – was unter anderem dazu führt, dass sie bei der Reise in einen ausländischen Zoo verzollt werden müssen – werden sie nicht verkauft, sondern gratis abgegeben oder getauscht. Im Vordergrund steht jeweils, dass möglichst genetisch fremde Tiere zusammengeführt werden, um die Vielfalt in den Zoos zu erhalten. Erleichtert wird diese Bestrebung oft durch ein Zuchtbuch. Zudem steht eine Zooliste zur Verfügung, die von verschiedenen Zooverbänden getragen wird. Dort werden dann Tiere, die gesucht oder abgegeben werden, eingetragen, so dass der Kontakt zustande kommt.

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