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Glosse

Die Frauenfelder Post im 21. Jahrhundert: Pizza, Teigwaren, Tiramisu

Murgspritzer: Postmodernität in der Thurgauer Hauptstadt
Stefan Hilzinger
Stefan Hilzinger, Redaktor

Stefan Hilzinger, Redaktor

«POST u. TELEGRAPH» steht in goldenen Lettern über dem Portal, darüber prangt ein in Stein gehauenes Schweizer Kreuz. Bei der Eröffnung der Frauenfelder Hauptpost im Jahre 1889 spielte die Telefonie, das zweite «T» der untergegangenen PTT offensichtlich noch keine Rolle. Ein funktionierendes Fernmeldewesen war schon immer wichtig, um Staatswesen – welcher Ausprägung auch immer – zusammenzuhalten.

Und die neobarocken Prachtbauten von Theodor Gohl, seinerzeit oberster Architekt der Direktion der Eidgenössischen Bauten, sind Repräsentationsbauten des damals erst gerade 50-jährigen Bundesstaats.

Und heute? P, T und T gehen schon längst getrennte Wege. Der Telegraph hat den Gang ins technisch-historische Museum angetreten. Das Telefon ist zu unserem täglichen digitalen Begleiter und Spielzeug geworden, mit dem man auch noch Ferngespräche führen kann.

Und die Post? Sie ist ein Speditionsdienstleister unter vielen. Keine Institution mehr, die den Bund im Innersten zusammenhielt, und deren Gebäude man mit einer gewissen Ehrfurcht betrat. Die Schalter sind einer Kontaktzone gewichen, wo die Kunden Nummern ziehen und auf ein Klingelzeichen hin vortreten dürfen. Wer nicht warten mag, benutzt einen der Selbstbedienungsautomaten – oder geht stattdessen eine Pizza essen. Oder Teigwaren. Oder Tiramisu.

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