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Kommentar

Die falsche Plattform

Die Lommiser Gemeindeversammlung wurde dominiert von den Kritikern des Gemeindepräsidenten Fritz Locher. Das hätte nicht sein müssen.
Olaf Kühne
Olaf Kühne

Olaf Kühne

Der Lommiser Gemeindepräsident Fritz Locher steht drei Monate nach den Gesamterneuerungswahlen erneut in der Kritik. Eine – wenn auch kleine – Gruppe von Bürgerinnnen und Bürgern griff ihn im Januar an, und nun auch an der Gemeindeversammlung vom Montagabend. Stein des Anstosses ist sein inzwischen aufgelöstes Unternehmen: Locher betrieb auf einem Areal mit Lagerhalle in der Landwirtschaftszone einen Nutzfahrzeughandel. Unserer Zeitung gegenüber gestand der langjährige Gemeindepräsident kurz vor den Wahlen ein, sich damit wohl in Details in einer Grauzone bewegt zu haben.

Lommis ist klein und dörflich. Zudem betrieb Fritz Locher sein Geschäft nicht in einem Keller, sondern auf einem gut einsehbaren Areal an der Flugplatzstrasse. Man darf also davon ausgehen, dass Lochers Geschäftsführung und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe den allermeisten Wählerinnen und Wählern bestens bekannt waren. Dass sie ihn am 10. Februar trotz einem sehr valablen Gegenkandidaten mit einem Glanzresultat wieder gewählt haben, spricht folglich Bände.

In unserer Zeitung sagte Fritz Locher auch, dass er gesetzliche Spielräume gerne voll auslotet. Als Unternehmer, vor allem aber auch als Gemeindepräsident und Bauamtsleiter im Interesse seiner Bürgerinnen und Bürger. Das kann man sympathisch finden – oder eben auch nicht. Gefallen lassen müssen sich seine Gegner indes den Vorwurf, dass sie mit der Gemeindeversammlung die falsche Plattform für ihre Kritik gewählt haben. Sind sie überzeugt, dass Fritz Locher gegen das Gesetz verstossen hat, steht ihnen in der Schweiz ein gut ausgebauter juristischer Apparat zu Verfügung. Passt er ihnen einfach als Politiker nicht, bietet sich alle vier Jahre die Gelegenheit zur Abwahl.

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