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Die erste Traubensorte des Jahres ist geerntet: Wümmet am Thurgauer Iselisberg hat angefangen

Bio-Weinbauer Roland Lenz und sein Team haben die Lesezeit mit der Solaris eingeläutet. Es sei eine normale Erntezeit.
Janine Bollhalder
Die Solaris gehört zu den beliebtesten Weissweinsorten im Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

Die Solaris gehört zu den beliebtesten Weissweinsorten im Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

«Am Abend sind wir mit der Ernte schon fertig gewesen», sagt Roland Lenz. Der Bio-Weinbauer aus Uesslingen und sein Team haben die erste Traubensorte des Jahres ernten können: die Solaris. «Für die 1,2 Hektaren Anbaufläche brauchen wir jeweils fünf bis sechs Stunden», sagt der 49-Jährige.

Er blickt auf eine sehr frühe Ernte im vergangenen Jahr zurück. «Diesmal sind wir acht Tage später dran mit der Wimmet. Das ist eine normalere Zeit.» Auf erste weisse folgen frühe rote Sorten Geschmacklich mache es keinen Unterschied, ob die Trauben früher oder «normal» geerntet werden. Es gehe um die Gesundheit der Beeren.

«Es soll nochmals regnen – und die Tropfen könnten die Trauben kaputt machen. Das zieht dann Wespen und Fliegen an, woraufhin die Ernte verfaulen würde», sagt Karin Lenz. Selbst wenn keine Beschädigung durch Regen drohe, wüsste sie nicht, ob sie eine frühe oder normale Ernte bevorzugen würde. «Beides hat seine Vorteile.

«Bei einer frühen Ernte beispielsweise sind wir dann allenfalls schon im Oktober mit der Arbeit fertig.»

Andererseits ist es von der Abfolge der Sorten und daher bezüglich der Logistik einfacher, wenn die Ernte zu einer normaleren Zeit stattfindet.»

Das Laub schützt die Trauben vor einem Sonnenbrand. (Bild: Andrea Stalder)

Das Laub schützt die Trauben vor einem Sonnenbrand. (Bild: Andrea Stalder)

Ehemann Roland Lenz meint: «Wir sind meistens eine bis zwei Wochen früher dran mit der Lese als höher gelegene Gebiete. Wir gehören zu den tiefer gelegenen Wein­anbaugebieten im Thurtal. Dadurch ist der Boden wärmer und die Trauben früher reif.»

Das Ehepaar Lenz baut 34 Traubensorten an und verkauft im Jahr durchschnittlich bis zu 220'000 Flaschen. Auf die Sorte Solaris folgen Gara­noir, Léon Millot und Regent – im Gegensatz zur Solaris sind dies Rotweinsorten.

«Aber sie sind weniger wichtig als die Solaris», sagt Roland Lenz. Er baue etwa nur 3000 Quadratmeter Garanoir und 4000 Quadratmeter Regent an. Das entspricht einem Viertel beziehungsweise einem Drittel der Anbaufläche der Solaris.

Neue Woche, nächste Ernte

«Die Ernte der Garanoir wird am kommenden Donnerstag oder Freitag beginnen», sagt Lenz. Wenn sie nach dem Regen getrocknet sind, können sie von ihm und seinen bis zu 18 Erntehelfern gelesen werden. «Ich rechne in diesem Jahr mit einem Ertrag von 8000 Kilogramm.»

Die Trauben werden nach der Wimmet vom Stiel befreit, gepresst und dann mit biologischer Hefe in einen Tank zum Gären gefüllt. Roland Lenz trinkt den Wein der Solaris gerne in Gesellschaft:

«Es ist ein unkomplizierter und sehr aromatischer Wein – so gar nicht 0815.»

Der Bio-Weinbauer baut die «beliebte, neue Sorte» seit 2006 an. Die Solaris sei sehr pilzresistent und habe eine dickere Haut. Aber in diesem Jahr hätten sie bis dato keine Probleme mit Schädlingen gehabt, sagt Karin Lenz.

Zwei Erntehelfer bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)

Zwei Erntehelfer bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)

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